Historiker von zwei Stiftungsämtern im Jagdschloss Letzlingen verabschiedet

Professor Konrad Breitenborn wird „ZAR“

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Professor Konrad Breitenborn (v.l.) hatte an seinem Ehrentisch unter anderem Spaß mit Claus Rokahr, Verwaltungsdirektor der Stiftung, sowie Stiftungsdirektor Dr. Christian Philipsen.

Letzlingen. Sein Name ist auch in der hiesigen Region ein Begriff.

Wenn Professor Konrad Breitenborn von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt in der Vergangenheit ins Jagdschloss Letzlingen einlud, präsentierte er zumeist ein neues Exponat für das letzte erhaltene Hohenzollernschloss im Norden des Landes.

Der ehemalige Generaldirektor Boje E. Hans Schmuhl.

Der Anlass zur Einladung am Freitag war allerdings ein ganz anderer. Dass aber das Jagdschloss dafür gewählt wurde, zeigt auch, dass dem 66-Jährigen das Kleinod sehr am Herzen liegt. Prof. Breitenborn wurde nämlich von seinen Kollegen und Freunden als einer der beiden stellvertretenden Generaldirektoren der Stiftung sowie als Direktor für Wissenschaft und Forschung in der Kunst- und Kulturgutverwaltung in der Außenstelle Schloss Wernigerode verabschiedet. Allerdings geht Breitenborn nur von Voll- in Teilzeit und bleibt der Stiftung, die er vor 20 Jahren maßgeblich mitbegründete und aufbaute, weiterhin treu. 

Überraschung von den Kollegen: Sie hatten für den Historiker eine besondere Zeitung verfasst.

Er wird nämlich „ZAR“ (steht für Zentrale Aufgaben Restitution), wie der Generaldirektor der Stiftung, Dr. Christian Philipsen, mit einem Schmunzeln in seiner Rede sagte. Die Rückgabe von nach 1945 enteignetem Kunst- und Kulturgut war schon immer das Steckenpferd Breitenborns. Und nicht nur Philipsen würdigte den Historiker, den er den „wahren Herrn von Schloss Wernigerode“ und „Nestor der sachsen-anhaltinischen Geschichtsschreibung“ nannte und mit dem er beim ersten Kennenlernen erst einmal ein Bier trank, sondern auch sein Vorgänger Boje E. Hans Schmuhl, der mit Breitenborn schon in seiner Funktion als Abteilungsleiter im Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt zusammenarbeitete. Konrad Breitenborns Stiftungskollegen hatten sich zudem eine ganz besondere Überraschung ausgedacht. Sie haben für ihn eine Sonderausgabe der Leitzkauer Allgemeine mit besten Wünschen, Grüßen und Fotos bestückt, die sie ihm vor dem gemeinsamen Essen im Kaisersaal überreichten.

Von Elke Weisbach

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