Schülerprognosen für die Grundschule Letzlingen bis 2018/19 im grünen Bereich

Grundschule Letzlingen: „Pro-Hoffnung-Zahlen“

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Nach Schülerzahlen ist die Grundschule Letzlingen für die nahe Zukunft erst einmal gut aufgestellt. Wichtig für den Ortschaftsrat ist, dass weiter investiert und saniert wird.

Letzlingen. Norbert Bucklitsch, der in der Gardelegener Stadtverwaltung für die Grundschulen zuständig ist, hatte zur jüngsten Ortschaftsratssitzung in Letzlingen, die auf einen neuen Termin verschoben worden war, keine Zeit, persönlich zu erscheinen.

Das war laut Ortsbürgermeisterin Regina Lessing zwar unbefriedigend, aber an dem Abend nicht zu ändern.

Dennoch beschäftigten sich die Ortschaftsräte kurz mit der Bildungseinrichtung in ihrem Dorf, über die Bucklitsch gegenüber der Ortsbürgermeisterin, wie diese sagte, immer erklärt: „Machen Sie sich keine Gedanken, der Grundschulstandort Letzlingen ist sicher.“ Doch gerade diese Aussage, so Lessing, „verunsichert mich“. Denn sicher sei nichts und man könne nicht zufrieden sein mit der Situation, die sich abzeichne. Im kommenden Schuljahr 2015/16 werden 65 Kinder die Letzlinger Grundschule besuchen, was mit Blick auf die Mindestschülerzahlen von 52 schon beruhigend sei, „aber man weiß nie, was sich das Land als nächstes ausdenkt“. 2016/17 besuchen aufgrund eines Geburtenknicks 62 Grundschüler die Einrichtung. Ab 2017/18 werden auch die Mädchen und Jungen aus Potzehne und Parleib in Letzlingen eingeschult, was in dem Jahr 71 Grundschüler bedeutet. Ein Jahr später sollen es 66 sein, so die Prognosen im Schulentwicklungsplan des Altmarkkreises Salzwedel.

Alles in allem, erklärte die Ortsbürgermeisterin, „liegen wir bei den gegenwärtigen Bedingungen ganz gut“. Vor allem auch mit Blick auf die Besonderheit des Standortes. Denn in der Letzlinger Bildungseinrichtung werden bis 2017 nur Kinder aus drei ehemaligen Kommunen, nämlich Letzlingen, Wannefeld und Roxförde beschult. „Das ist ein Zeichen dafür, dass wir noch gesunde Strukturen im Dorf haben.“ Bis 2018/19 sei alles im grünen Bereich. Für dieses Schuljahr aber habe der Altmarkkreis die Grundschule Letzlingen „angezeigt“, was bedeutet, dass die Schule nachweisen müsse, dass die prognostizierten Kinder auch alle da seien. Denn es gibt ja, so Lessing, auch noch die evangelische Grundschule sowie Wegzüge, wodurch sich die Zahl verringern kann. Natürlich sind auch Zuzüge möglich. Die Prognosen im Schulentwicklungsplan sind laut Ortsbürgermeisterin „Pro-Hoffnung-Zahlen“, also das Optimum, „was wir erreichen können, denn die Kinder sind schon geboren“. Ab 2020 allerdings würde sie sich mit Prognosen zurückhalten, weil die Kinder noch nicht das Licht der Welt erblickt haben.

Kurz kam sie auch noch einmal auf den Investitionsbedarf zu sprechen, der auch im aktuellen Schulentwicklungsplan mit 1,2 Millionen Euro angegeben wird – eine Millionen für das Schulgebäude und 200 000 Euro für die Sporthalle. Diese Zahlen irritieren in der Gesamtheit, so Lessing. Sie sind aber in der Perspektive für die nächsten zehn Jahre ausgelegt. Zudem sind sie mit Maßnahmen wie Dach- und Treppensanierung sowie Erneuerung von Bodenbelegen und Türen unterlegt, die auch schon im früheren Gemeinde- und nun Ortschaftsrat Themen waren und die peu a peu abgearbeitet werden sollen. Nur bei der Sporthalle, antwortete Lessing auf Nachfrage von Horst Schulze, sei die Summe nicht mit Maßnahmen untersetzt.

„Wichtig und sinnvoll ist, dass wir im Sanierungsrhythmus bleiben“, machte die Ortsbürgermeisterin deutlich, was Ortschaftsrat Karell Lüders auch als Aufgabe des Ortschaftsrates sieht: „Wir müssen immer dran bleiben.“

Von Elke Weisbach

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