Neuer länderübergreifender Erfahrungsaustausch

Adventsmarkt der Lebenshilfe: Polnische Gäste erstmalig dabei

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Margrit Holz (v.l.), Stephan Widdecke, Nicole Faßauer, Burkhard Riediger, Dirk Kutsche und Christopher Palm an ihrem Arbeitsplatz. Sie montieren Schubladen für Autos.

Gardelegen. Altbewährtes, aber auch Neues gab es beim traditionellen Adventsbasar der Lebenshilfe Altmark West in Gardelegen zu entdecken, der in diesem Jahr wieder sehr gut besucht war.

Der Gardelegener Männerchor „Eintracht“ unterhielt die Besucher des Adventsbasars mit weihnachtlichen Weisen.

Gleich hinter dem Tor zu den Werkstätten An den Burgstücken, an dem Besucher von Thomas Ruuck und Manuel Klement mit einer kleinen Gabe willkommen geheißen wurden, erstreckte sich wieder ein kleiner Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Hütten. In denen wurde zum einen allerlei fürs leibliche Wohl, wie zum Beispiel frischer Apfelsaft aus der ersten Ernte nach dem Pflanzen der ersten Bäume vor zehn Jahren vom Naturerbeverein Vissum, und zum anderen sehr kreative Weihnachtsdekorationen angeboten, und zwar nicht nur von den Gardelegener Lebenshilfemitarbeitern und den Partnern von Arkadie aus dem tschechischen Teplice, mit denen die Lebenshilfe seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Zum ersten Mal waren auch Gäste aus dem Zentrum für Familienhilfe aus dem polnischen Zlotoryja mit einem Stand dabei und boten von Behinderten handgemachte Weihnachtskugeln an.

Monika Barycka (v.l.), Alicja Suchan und Renata Wolak von der Familienhilfe aus Zlotoryja waren zum ersten Mal in Gardelegen dabei.

Wie Lebenshilfe-Geschäftsführer Hans-Peter Haase erzählt, sei man mit dieser Einrichtung über Arkadie in Kontakt gekommen. Und alle drei Partner gemeinsam haben das länderübergreifende Projekt „Erfahrungsaustausch im Bereich der beruflichen Bildung und Ausbildung sowie in der Arbeit von Menschen mit Behinderungen“ ins Leben gerufen, das vom Erasmus-Fond der Europäischen Union finanziell unterstützt wird. Das erste gemeinsame Treffen zum Erfahrungsaustausch fand im September im Teplice statt. Das zweite nun in Gardelegen. Auch im Werkstattgebäude waren die Angebote vielfältig. Die Betreuungs-, Therapie-, Arbeits- und Wohnangebote wurden anschaulich vorgestellt. Mitarbeiter standen zur Beantwortung eventueller Fragen bereit. Zudem konnten die Gäste das Gebäude auf eigene Faust erkunden oder an einem geführten Rundgang teilnehmen und dabei auch den Weihnachtsmann treffen. Zudem erfreute zunächst der Gardelegener Männerchor „Eintracht“ die Besucher mit weihnachtlichen Weisen in der Cafeteria, während etwas später der Lebenshilfechor „Musica“ unter Leitung von Ingrid Achtert zum Weihnachtsliedersingen einlud.

Sehr beliebt waren auch wieder die beiden Vorstellungen der 1998 gegründeten Theatergruppe „Frenzlinge“, die das Märchen von „Schneewittchen“ auf die Bühne brachten. Dazu mehr in einer der nächsten Ausgaben.

Von Elke Weisbach

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