„Antimilitaristisches Camp“ startet Anfang nächster Woche wieder auf einer Wiese bei Potzehne / Demo am Sonnabend

Plausch mit den „Drumherumwohnenden“

+
Die Wiese zwischen Potzehne und Parleib ist bereits für das „Antimilitaristische Camp“ hergerichtet. In der nächsten Woche finden dort zahlreiche Informationsveranstaltungen statt.

Potzehne. In der nächsten Woche werden Antimilitaristen wieder ihr Camp auf einer Wiese bei Potzehne aufschlagen. Auf ihrer Internetseite kündigt die „War starts here“ (Der Krieg beginnt hier)-Initiative ihr Kommen für Montag, 31. Juli, an.

Das Camp dauert bis zum Sonntag darauf, also bis zum 6. August. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wird sich das Camp erst allmählich füllen, die ersten Teilnehmer reisen möglicherweise schon an diesem Sonntag an. Die Freifläche zwischen Potzehne und Parleib ist bereits gemäht.

Im Rahmen dieses Camps wird es auch verschiedene Veranstaltungen und Diskussionsrunden geben, die sich schwerpunktmäßig vor allem mit Syrien beschäftigen.

Den Auftakt macht am Dienstag, 1. August, eine Informationsveranstaltung über „Ernährungssouveränität in Syrien – Hunger ist eine Waffe“. Dabei geht es um „15th Garden“, ein syrisch-europäisches Netzwerk, das urbane Gärten und Landwirtschaftsprojekte in und außerhalb Syriens unterstützt.

Tags darauf geht es darum, inwiefern sich die zumeist linksorientierte Friedensbewegung, zu der sich viele Camp-Teilnehmer zählen, „nach Rechts abgrenzen sollte und wenn ja, an welcher Stelle“.

Die kurdische Stadt Rojave in Nordsyrien steht am Donnerstag, 3. August, auf der Tagesordnung des Camps. Denn „seit nunmehr fünf Jahren werden vor Ort Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie verteidigt und aufgebaut“, heißt es in der Ankündigung der Bürgerinitiative „Offene Heide“, die sich am Camp mit beteiligen wird. Am Donnerstagnachmittag planen die Camp-Teilnehmer ein „Kaffeetrinken mit Menschen aus der Region“. Es soll „eine Brücke geschlagen“ werden zwischen „den Leuten vom Camp und den Drumherumwohnenden“.

Tags darauf, am Freitag, 4. August, geht es um den „Atomwaffenstützpunkt Büchel“ sowie um „Strategien bei Gerichtsverfahren gegen Antimilitarist*innen“. Das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) und die Zusammenarbeit mit dem zivilen Betreiber Rheinmetall, einem Rüstungs-Exporteur, steht ebenfalls auf der Agenda der Antimilitaristen. Den Abschluss bildet das Thema „kritische Männlichkeit“.

Für Sonnabend 5. August, ist eine Demonstration angekündigt. Start ist auf dem Marktplatz in Letzlingen – symbolischerweise um Fünf nach Zwölf. Es soll in Richtung Kaserne und Truppenübungsplatz gehen.

Auf der „War stets here“-Internetseite ist auch eine Wegbeschreibung zum Camp aufgeführt. Ob mit dem eigenen Auto, dem Fahrrad, mit dem Zug oder sogar mit dem Rufbus: Es gibt detaillierte Beschreibungen, wie man auf die Wiese kommt.

Im Rahmen des Camps findet auch der 290. Friedensweg statt. Diesmal aber ausnahmsweise nicht am ersten Sonntag im Monat, also am 6. August – da reisen viele Camp-Teilnehmer schon wieder ab – sondern am Sonnabend, 5. August. Treffpunkt ist 10 Uhr auf dem Marktplatz in Letzlingen.

Von Stefan Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare