Krankenhäuser gesichert

Plan: Gardelegen soll psychiatrische Tagesklinik erhalten

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Gesundheitsstaatssekretärin Beate Bröker stellte den Krankenhausplan vor.

Magdeburg – Der Bestand der Krankenhäuser in der Altmark ist gesichert, zumindest vorerst. Das geht aus dem Krankenhausplan Sachsen-Anhalts hervor, den das Landeskabinett gestern verabschiedete. Schließungen sind nicht vorgesehen.

Allerdings werden die beiden Ameos-Kliniken in Haldensleben fusionieren, so dass es künftig 47 statt 48 Standorte geben wird, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Beate Bröker (SPD) in der Landespressekonferenz.

Aufwuchs gibt es in der psychiatrischen Versorgung. So soll in Gardelegen eine neue psychiatrische Tagesklinik entstehen. Landesweit sind drei neue Standorte, sowie zwei in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, geplant. Für die Krankenhäuser insgesamt gab die Staatssekretärin eine Bestandgarantie für die kommenden zwei Jahre ab. Danach werde entschieden, wie „nachjustiert“ werden muss.

Die Krankenhausstruktur im Lande werde durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu gehörten Bundesvorgaben, zum Beispiel zu Mindestmengen in der Versorgung oder im Pflegebereich. Außerdem gebe es einen Trend zur Ambulantisierung. Viele Behandlungen, etwa im Bereich der Augenheilkunde, seien inzwischen ohne einen Krankenhausaufenthalt möglich. Ein wichtiges Kriterium für den langfristigen Erhalt eines Standortes sei die Qualität. Wer die notwendigen Qualitätskriterien nicht erfüllt, könne nicht dauerhaft mit der Finanzierung durch die Krankenversicherungen rechnen.

VON CHRISTIAN WOHLT

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