Freiflächensolarstromanlage wäre 84 Hektar groß

Wannefeld: Pläne für Solarpark vorgestellt

Eine Karte zeigt, wo die Freiflächensolaranlage in Wannefeld entsteht
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In der Gemarkung Wannefeld könnte eine Freiflächensolarstromanlage entstehen.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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In der Gemarkung Wannefeld gibt es den Plan, einen Solarpark zu errichten. Die Anlage wäre 84 Hektar groß. Einige Flächenbesitzer haben schon zugesagt.

Wannefeld – In der Gemarkung Wannefeld könnte ein Solarpark entstehen. Das Projekt einer Freiflächensolarstromanlage wurde am Donnerstagabend den Ortschaftsräten und interessierten Einwohnern von Enrico Wöhlbier vorgestellt. Das Areal wird 87 Hektar groß sein und auf drei verschiedenen Bauflächen entstehen, die in Richtung Süd ausgerichtet sind und von Wannefeld aus in südlicher und südöstlicher Richtung gebaut werden. Der Solarpark ist 3,6 Prozent der Gesamtfläche der Gemarkung Wannefeld groß. Die Modulanzahl beträgt etwa 164 000, die je 440 Watt haben. Damit entspricht die Gesamtleistung des Solarparks 90 Megawatt.

Beim Errichten der Freiflächensolarstromanlage wird kein Boden versiegelt, da für die Halterung kein Fundament benötigt wird und diese nur aufgeständert wird, wodurch es zu keinen Bodenschäden kommt, erklärte Enrico Wöhlbier. Die Abstände zwischen den einzelnen in mehreren Reihen angeordneten sogenannten Tischen, auf denen die Solarmodule angebracht werden, beträgt etwa drei Meter. Der in den Solarmodulen produzierte Gleichstrom wird im Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt und dann in die Trafostation eingespeist. Laut Enrico Wöhlbier beträgt die Lautstärke am Wechselrichter 29 Dezibel, zwei Meter entfernt 23 und vier Meter entfernt 17 Dezibel. Um ein Summen zu hören, müssten die Wannefelder also „sehr nah dran sein“, so Enrico Wöhlbier. Die drei Bauflächen sind teilweise auch von Wäldern umgeben. Es sind 300 Meter bis zur letzten Wohnbebauung. Alle Anlagen werden umzäunt und umpflanzt mit Büschen, die etwa vier Meter hoch sind. Für jedes Baufeld muss Löschwasser vorgehalten werden. Es werden entweder Löschwasserteiche angelegt oder Brunnen zur Wasserentnahme gebohrt. Im Falle eines Waldbrandes, so Enrico Wöhlbier, könnte auch die Feuerwehr die Löschwasserstellen nutzen. Er nannte weitere Vorteile für die Bürger: Die Bürger könnten einen günstigen Stromtarif für den Strom aus der örtlichen Fotovoltaikanlage erhalten. Ebenso können sich die Bürger beteiligen. Vereine werden jährlich gefördert. Es wird eine Stromtankstelle errichtet. Es werden Gewerbesteuern von 70 Prozent am Erzeugerstandort eingenommen. Der Solarpark könnte von Schafen beweidet und zusätzliche Habitate für verschiedene Tiere und Pflanzen könnten angelegt werden.

Das Gesamtverfahren wird etwa anderthalb bis zwei Jahre dauern, informierte Enrico Wöhlbier. Derzeit stehe die Flächensicherung an, Zusagen gab es bereits. Danach müssen das Bebauungsplanverfahren, der Satzungsbaubeschluss, die Baugenehmigung und schließlich der Baustart erfolgen. Das Projekt könnte 2022 bzw. 2023 realisiert werden.

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