Fröhliches Schnorren in Roxförde / Wurstsänger überbrachten Neujahrsgrüße 

Mit der „Pille“ gut durchs neue Jahr

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In diesem Jahr war das Wetter für die Roxförder Wurstsänger perfekt. Denn zum traditionellen Neujahrsumzug der bunt kostümierten Truppe am Sonnabend schien Klärchen am Himmel und die Temperaturen waren angenehm.

Roxförde. Wettertechnisch haben die Roxförder Wurstsänger in den vergangenen drei Jahrzehnten seit der Wiederbelebung der Tradition schon alles erlebt: Regen, stürmische Winde, Schnee sowie eisglatte Straßen und Wege.

In diesem Jahr aber zeigte sich Petrus ihnen wohlgesonnen. Denn zum Wurstsingen am Sonnabend schien die Sonne und die Temperaturen waren auch recht angenehm.

Vom „Doktor“ Gisbert Lübke gab es für Lisa Schulz die „Gesundheitspille“, von Co-Assistentin Arndt Paasche die „Weinmedizin“.

So stand dem fröhlichen Umzug der bunt kostümierten Frauen, Männer und Kinder unter musikalischer Begleitung von Maik und Andy Rasch aus Solpke von Haus zu Haus nichts im Wege. Im Gepäck hatten sie die besten Wünsche für das neue Jahr. An vorderster Front marschierte stets der „Doktor“ (Gisbert Lübke), der jedem Hausbewohner die nach Pfefferminz schmeckende „Gesundheitspille“ verabreichte, die mit der „Weinmedizin“ seiner beiden Assistentinnen – neben Günter Brandt war in diesem Jahr auch Arndt Paasche Freizeit-MTA – heruntergespült wurde. Als Gegenleistung gab es für die Wurstsänger 515 Eier, neun Stücken Speck, 15 Leber-, 14 Rot-, 36 Schlack- und vier Jagdwürste. die in den mitgeführten und von den „Eierfrauen“ Günter Helling und Martin Schulze sowie von Jonas Feilhaber und Tom Müller getragenen Körben und Kiepen verschwanden – ordentlich notiert von Buchhalter Christian Hietel.

Als Alkoholsachverständiger war Daniel Weis für die flüssigen Köstlichkeiten – 16 Flaschen Kräuter, vier Flaschen Weinbrand plus einer Drei-Liter-Flasche, acht Flaschen Klaren, drei Flaschen Whisky, 22 Flaschen Likör, 2o Flaschen Sekt und 17 Flaschen Wein – zuständig. Sein Wagen füllte sich ebenso schnell wie der Klingelbeutel des Kassierers (Christoph Lindecke). Darin verschwanden so manches Scheinchen und zahlreiches Klimpergeld, die auch von den durchreisenden Autofahrern kamen. Denn sie wurden von den beiden „Gendarmen“ (Gerald Feilhaber und Michael Thiele) angehalten und durften erst nach der Zahlung eines Obolusses weiterfahren.

Gegen 14.30 Uhr war der Umzug beendet und es gab für die Wurstsänger eine erste Eierback-Stärkung im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus, das ihnen Doreen Marker zur Verfügung gestellt hatte. Am Abend trafen sich dann alle Roxförder und Gäste dort wieder, um in geselliger Runde die eingesammelten Köstlichkeiten zu verzehren.

Von Elke Weisbach

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