Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Pflanzaktion bei Roxförde: 2000 Bäume für die Zukunft

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Theresa Baule (v.l.), Philipp Schröder, Leon Bartel und seine Mama Jennifer Bartel pflanzten mehrere Bäume.

Roxförde – „Wenn die Kinder mit ihren Eltern in diesen Wald gehen“, sagte Ehrengard Dümpert- von Alvensleben und zeigte um die vielen Bäume um sich herum, „können sie sagen, dass sie diesen Wald gepflanzt haben.“

Gestern wurden fast 2000 Bäumchen in einem Waldstück des Forstbetriebes Kenzendorf nordwestlich von Roxförde gepflanzt. Es fand wieder eine Pflanzaktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald statt.

Die „Kätzchen“-Gruppe des Letzlinger „Heideblümchens“ sowie deren Eltern und Erzieherinnen, die Schüler der Oberstufe der Gardelegener „K.F.W.-Wander“-Förderschule sowie deren Lehrer, die Forstwirte aus dem Bereich des Betreuungsforstamtes Letzlingen, Mitarbeiter des Forstbetriebes Kenzendorf und der Stadt Gardelegen setzten 1000 Douglasien, 500 Roteichen, 250 Bergahorne, die vom Forstbetrieb Kenzendorf sind, sowie 77 Esskastanien, die eine Magdeburger Firma gesponsert hat, auf einer Fläche von einem Hektar ein.

Bereits in den Tagen zuvor wurden dort weitere Laub- und Nadelbäume auf einer Fläche von anderthalb Hektar eingesetzt. Auf der insgesamt zweieinhalb Hektar großen Fläche soll ein Mischbestand, in dem schon zahlreiche Kiefern wachsen, entstehen. Im vergangenen Jahr wurden dort auch bereits verschiedene Baumarten bei der Pflanzaktion eingesetzt.

Durch die Vielfalt der Arten ist der Wald eher gegen den Klimawandel gewappnet, so Stefan Quitt, Leiter des Betreuungsforstamtes Letzlingen. Revierförster Ralf Pieper erklärte, dass die gepflanzten Baumarten „klimastabil“ sind. Die Esskastanie ist der Baum des Jahres 2018. Der Bergahorn ist in Nordamerika für den „Indian Summer“, also der bunten Färbung des Laubes, bekannt. Die Roteiche habe in den vergangenen Jahren kaum auf die Trockenheit reagiert, so Ralf Pieper weiter. Da das alles Laubbäume sind, und diese sehr langsam wachsen, aber auch Holz für die Wirtschaft benötigt wird, wurden noch Douglasien gepflanzt. Diese wachsen schnell und haben wertvolles Holz, informierte der Revierförster.

Er erklärte mit Luise Eichhorn und Alexander Strebe vom Betreuungsforstamt Letzlingen, wie die Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen die Bäume pflanzen sollen. Die Douglasien mit anderthalb Meter Abstand, die Laubbäume mit einem Meter Abstand. Auf die Wurzeln muss geachtet und die Erde wieder angedrückt werden. Und schon schnappten sich die Kinder und Jugendlichen die Spaten, nahmen die jungen Bäume und pflanzten sie nacheinander ein.

Es sei wichtig, dass die jungen Bäume von den Kindern und Jugendlichen gepflanzt werden, sagte Ehrengard Dümpert- von Alvensleben. So werden die Mädchen und Jungen an die Natur herangeführt und lernen, wie wichtig der Wald ist und das der Wald deswegen auch aufgeforstet werden muss. „Mit dieser Aktion tun wir etwas für die Zukunft“, erklärte Stefan Quitt.

VON INA TSCHAKYROW

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