Erstmals „Schwimmen in den Sonnenuntergang“

Personalmangel im Gardelegener Freibad: Kein Frühschwimmen

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Das Freibad in Gardelegen öffnet während der Sommerferien ab 10 Uhr. Ein früheres Schwimmen ist wegen des angespannten Personalbestands nicht möglich.

Gardelegen – Es war eine Premiere. Wenn auch eine bei vergleichsweise kühlen Temperaturen. Das Gardelegener Freibad bot am Freitagabend erstmals ein „Schwimmen in den Sonnenuntergang“ an.

Geöffnet war das Erlebnisbad aus diesem Anlass ausnahmsweise bis 21.30 Uhr – normalerweise ist um 20 Uhr Schluss.

„Wir hatten entsprechende Nachfragen und wollten mal etwas Besonderes anbieten“, erzählt Gardelegens Bademeister Heiko Kruck. Zwar war das Bad bei weitem nicht so bevölkert wie am vergangenen heißen Sonntag, als an einem einzigen Tag 1300 Wasserratten Eintritt zahlten. Aber einen Versuch sei es wert gewesen, sagt Heiko Kruck, der sich eine Wiederholung im Laufe dieses Sommers durchaus vorstellen kann. Irgendwann vielleicht auch mit zusätzlichen Angeboten und einem kleinen Programm.

Während das Gardelegener Bad also an diesem Freitag bis zum Sonnenuntergang – der allerdings bei wolkenverhangenem Himmel kaum zu sehen war – geöffnet hatte, ist ein Frühschwimmen nach Aussage von Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig derzeit illusorisch.

Während andere Kommunen manche Freibäder schon frühmorgens um 6 oder 7 Uhr öffnen, geht die Pforte in Gardelegen während der Sommerferien um 10 Uhr auf. „Eine Erweiterung der Öffnungszeiten“, sagt Mandy Zepig, „können wir uns aufgrund der Personalsituation nicht erlauben.“ Man sei froh, zuletzt überhaupt zwei Auszubildende für den Badebetrieb eingestellt zu haben.

VON STEFAN SCHMIDT

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