Gardelegen und Gifhorn feiern nicht mehr an jedem Einheitstag / „Können es finanziell nicht mehr stemmen“

Partnerschaftstreff nur noch alle zwei Jahre

Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs mit Gifhorns Alt-Bürgermeister Manfred Birth und seinem Nachfolger Matthias Nerlich. Künftig wird es offizielle Treffen nur alle zwei Jahre geben.

sts Gardelegen. Sie ist eine der wohl am besten funktionierende Städtepartnerschaften in der gesamten Altmark: Die Verbindung zwischen Gardelegen und Gifhorn.

Schon zu DDR-Zeiten fragte der damalige Gifhorner Bürgermeister Manfred Birth in der DDR nach einer solchen Städtepartnerschaft nach, hatte auch schon Gardelegen ins Auge befasst –doch die SED lehnte ab: Es gebe keinen Bedarf.

Unmittelbar nach dem Mauerfall vom 9. November 1989 reiste Manfred Birth dann privat nach Gardelegen, traf dort den seinerzeitigen Bürgermeiste Peter Kwandt. Man beschnupperte sich und schloss wenig später einen Partnerschaftsvertrag ab – dann schon mit dem ersten frei gewählten Stadtchef Hartmut Krüger. Bis heute hält diese Partnerschaft, auch wenn die damaligen Protagonisten nicht mehr im Amt sind. Die jetzigen Bürgermeister Konrad Fuchs (Gardelegen) und Matthias Nerlich (Gifhorn) trafen sich jüngst bei einer Veranstaltung zu Ehren von Alt-Bürgermeister Manfred Birth, der in der niedersächsischen Stadt Ehrenbürger wurde. Und dort vereinbarte man, so Fuchs, sich aus Anlass des „Tages der Deutschen Einheit“ nur noch alle zwei Jahre offiziell zu treffen. „Wir können solche Veranstaltungen derzeit finanziell gar nicht bewältigen“, so Fuchs, der dies auch dem jüngsten Hauptausschuss vorschlug – und keinen Widerspruch erntete. Bisher trafen sich Vertreter aus Gardelegen und Gifhorn im jährlichen Wechsel, um die Partnerschaft zu feiern. Künftig wird also nur noch alle vier Jahre in Gardelegen gefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare