Instrument muss saniert werden

Orgel in Miesterhorster Kirche „klingt schräg“

Die Orgel in der Miesterhorster Kirche muss saniert werden.
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Wegen ihrer Bauart wird die Sanierung der Orgel umfangreich.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Die Orgel in der Miesterhorster Kirche ist „schlecht bespielbar“, sagt Pfarrer Hagen Mewes. Eine Sanierung wird kompliziert.

Miesterhorst – Die Orgel in der Miesterhorster Kirche kann zwar gespielt werden, aber das Instrument „klingt schräg“, sagt Hagen Mewes, Pfarrer des Pfarrbereichs Mieste, der auch für Miesterhorst zuständig ist. „Das wird eine umfangreichere Maßnahme“, sagt der Pfarrer. Die Orgel aus dem Jahr 1908 ist schon seit längerem nicht mehr in einem guten Zustand. Die Gemeinde habe ein großes Interesse, so Hagen Mewes, dass die Orgel saniert wird. Alle zwei Wochen bei Gottesdiensten ist das Instrument zu hören. Vor der Corona-Pandemie auch bei kleineren Festen, Hochzeiten oder Konzerten.

Das Instrument wurde in die Empore eingebaut und die Decke liegt stellenweise auf der Orgel auf. Deswegen „rieselt auch Dreck in die Pfeifen“, sagt der Pfarrer, weswegen die Pfeifen gereinigt werden müssen. Die Pfeifen sind zudem verbogen. „Es sind auch nicht alle Pfeifen bespielbar“, so Hagen Mewes weiter. Die Pfeifen müssen auch gestimmt werden. 

Regelmäßige Kontrollen

In regelmäßigen Abständen, einmal im Jahr, gibt es für die Instrumente eine Wartung. Die Inspektion mit einem Orgelbauer dauert oft einen ganzen Vormittag. Kleinere Reparaturen werden dann meist sofort erledigt. 2018 wurde festgestellt, dass an der Orgel „mehr gemacht werden muss“, erzählt der Pfarrer, wie es in einem Bericht eines Orgelsachverständigen steht. Allerdings gab es im Pfarrbereich andere Baumaßnahmen, die umgesetzt werden mussten, wie die Kirche in Dannefeld.

In einem Kostenvoranschlag für die Sanierung der Orgel steht, dass möglicherweise noch mehr am Instrument repariert werden muss. Das wird sich aber erst während der Sanierung zeigen. Hagen Mewes erklärt, dass die Orgel nicht komplett begehbar ist. Zudem sind viele Orgelpfeifen in hinteren Reihen angeordnet und vor diesen sind weitere Orgelpfeifen angeordnet. Deswegen muss, um die hinteren Orgelpfeifen begutachten und sanieren zu können, zunächst die vordere Reihe abgebaut werden. 

40.000 Euro Gesamtkosten für die Orgel

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 40.000 Euro. Für die Finanzierung der Sanierung wurden Förderanträge gestellt. Von der Stiftung Orgelklang gab es nun die Zusage für 4000 Euro. Die Landeskirche entscheidet derzeit noch über eine Zusage. Die Kirchengemeinde muss voraussichtlich einen Eigenanteil in Höhe von einem Viertel der Gesamtkosten finanzieren. 

Von den Fördermittelbescheiden ist abhängig, wann mit der Sanierung begonnen werden kann. Deswegen schätzt Hagen Mewes, dass mit der Sanierung erst im nächsten Jahr begonnen werden kann. 

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