Finanzausschuss einhellig für überplanmäßige Ausgaben für Miester Kindergarten

„Noch ganz gut weggekommen“

+
Hell und freundlich präsentiert sich der Eingangsbereich im neuen Miester Kindergarten „Regenbogen“ neben der Grundschule an der Schillerstraße.

Mieste. „Fakt ist, dass bezahlt werden muss, denn die Leistungen sind erbracht.“

Mit diesen Worten kam Finanzausschuss-Vorsitzender Thomas Genz am Mittwochabend auf die vorliegende Beschlussvorlage zu den überplanmäßigen Ausgaben für den Miester Kindergarten „Regenbogen“ in Höhe von 133 300 Euro zu sprechen, die schon Thema im Bauausschuss waren (wir berichteten). Dennoch wurden „erläuternde Worte“, so Nico Macht, vom Bauamt gefordert.

Diesen Part übernahm Mitarbeiter Ottmar Wiesel, der die Hauptgründe darlegte, die dazu führten, dass die Kostenerhöhung erst jetzt auf den Tisch käme. Das Projekt wurde so umgesetzt, wie es 2012/13 entworfen und auch vom Land als Fördermittelgeber schließlich bestätigt wurde – allerdings erst im Februar 2014 mit einem Bewilligungszeitraum bis Ende 2014. Das bedeutete eine viel engere Zeitschiene als für die Grundschule vis a vis, für die zehn Monate länger Zeit war. Aus diesem Grund musste die Ausführungsplanung – bis dahin lag nur ein Entwurf vor –, die weiteren Planungsschritte sowie die Ausschreibungen und Vergaben sozusagen projektbegleitend neben dem Baugeschehen vonstatten gehen. Dadurch waren Kostenvergleiche zwischen Plan und Ergebnis laut Wiesel nicht wie sonst möglich. Normalerweise erfolgen die Ausschreibungen vor Baubeginn. Die beiden letzten Gewerke wurden aber erst im Januar 2015 ausgeschrieben.

Dazu kam die Preisentwicklung bei Bauleistungen zwischen 2012 (Planentwurf) und 2014 (Ausführung) nach oben. Die wirtschaftlichsten Angebote lagen zum Teil über dem Kostenansatz. Als dritten Punkt nannte Wiesel unvorhergesehene Leistungen, die zu Mehrkosten führten. Zum Beispiel sei man bei der Verlegung der Schmutzwasserleitung entlang der Schillerstraße Richtung Anschluss Elsholzweg auf Schwemmsand gestoßen, womit niemand gerechnet hatte.

Ganz zufrieden gab sich Jörg Marten mit den Erklärungen nicht. Denn er fragte zum einen nach, warum man nicht zwischendurch mal die Kosten zusammengerechnet habe, um einen Überblick zu erhalten und warum die Preissteigerungen über die drei Jahre nicht beachtet wurden. [...]

Von Elke Weisbach

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der Printausgabe der Altmark-Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare