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Neue Bänke für den Weteritzer Park

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Von: Stefan Schmidt

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Frau vor Wand
Christa Ringkamp stellte das Konzept vor © Stefan Schmidt

Der historische Weteritzer Park soll umgestaltet werden.

Weteritz – 277 Bäume sind kartiert worden. Das berichtete Landschaftsarchitektin Christa Ringkamp, die während der Sitzung des Gardelegener Bauausschusses, die im neuen Estedter Feuerwehr-Gerätehaus stattfand, über die geplante Umgestaltung des Weteritzer Parks referierte. Die Anlage sei mehr als 200 Jahre alt und der damalige Baumbestand sei heute angesichts des Klimawandels mit immer trockeneren Sommermonaten und sich erwärmenden Wintern nicht mehr zeitgemäß. Gut für den Baumbestand im Park sei aber, dass im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Bäume aus anderen Regionen der Welt eingepflanzt worden seien, die dem Klimawandel besser trotzen würden als viele der einheimischen Baumarten. Diese Bäume kämen teilweise aus Nordamerika, dem Kaukasus, aus Japan und der Mandschurei.

Im ersten Bauabschnitt soll der nördliche Teil des Weteritzer Parks für rund 95.000 Euro umgestaltet werden. Dazu würde man auch bis zu 30 Zentimeter tief schürfen, um die alten Wege ausfindig zu machen. „Tiefer wollen wir nicht graben“, so Christa Ringkamp, „weil sonst die Archäologen anrücken müssten“. Manche Wegführung könnte demnach geändert werden, um beispielsweise Sichtachsen zu ermöglichen.

Erste Aufzeichnungen einer Parkgestaltung gebe es aus dem Jahr 1858, berichtete Christa Ringkamp. Generell gebe es sehr viele Fotodokumente und Zeichnungen aus den vergangenen Jahrzehnten, die den Weteritzer Park dokumentieren, freute sich die Landschaftsarchitektin, „das hilft uns natürlich sehr.“

Künftig soll es im Park auch mehr Sitzgelegenheiten geben, regte Christa Ringkamp an. So etwas gebe es bisher kaum und wenn, dann seien die Bänke nicht sehr modern. Wer also durch den Park schlendern will, „der möchte sich auch mal hinsetzen und verweilen“, erklärte sie. Wie Dirk Kuke, Ausschussmitglied aus Weteritz, erwähnte, würden sich auch Einwohner von Weteritz bereit erklären, Bankpatenschaften zu übernehmen.

Der aktuelle Weteritzer Park soll im Juli, also in den nächsten Tagen, gepflegt und die Rasenflächen gemäht werden. Das kündigte die für Grünflächen zuständige Stadtverwaltungs-Mitarbeiterin Dagmar Bauer an. Und reagierte damit auf die eher augenzwinkernde Aussage von Dirk Kuke, der Weteritzer Park gleiche momentan eher einem „Weteritzer Urwald“.

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