„Nicht jeden Besen einzeln“

Gardelegen.- von Stefan Schmidt Die Zeit der Kleinteiligkeit ist bald vorbei. Wenn in knapp zwei Wochen 18 noch eigenständige Umland-Gemeinden zur Stadt Gardelegen kommen, dann wird es auch für die Gemeindearbeiter auf den Dörfern Veränderungen geben. Das hat Stadt-Bürgermeister Konrad Fuchs während einer Zusamnenkunft, an der die betroffenen Gemeindearbeiter teilgenommen haben, mitgeteilt. Allerdings: Sämtliche kommunal Bediensteten werden von der Stadt Gardelegen übernommen..

Sie sorgen für Sauberkeit in den Dörfern, sie reparieren Schäden, die sind auch eine Art Hausmeister. Kurzum: Irgendwie Mädchen für alles. Die Gemeindearbeiter in den Dörfern verrichten wertvolle Arbeit. Und doch wird es für sie ab dem 1. Januar, wenn ihre bisherigen Arbeitgeber, die Kommunen, aufgelöst sind und die Stadt Gardelegen als Rechtsnachfolger eintritt, Veränderungen geben. Das erläuterte Bürgermeister Konrad Fuchs während einer am Mittwoch stattgefundenen Beratung mit den betroffenen Gemeindearbeitern.

Konkret: Das neue Stadtgebiet, das sich von Köcke bis Seethen erstreckt, wird in fünf Bereiche unterteilt. Neben der Kernstadt selbst gibt es dann noch die Abschnitte Ost (rund um Jävenitz und Lindstedt), Nord (rund um Zichtau und Algenstedt), West (größtenteils die alte VG Mieste) und Süd (rund um Letzlingen und Potzehne). Soll heißen: Die Gemeindearbeiter, die bisher nur in ihren eigenen Dörfern tätig waren, können bei Bedarf, beispielswesie im Krankheitsfall anderer Kollegen, auch in Nachbarorte geschickt werden. „Dadurch sind wir flexibler, können schneller auf Unwägbarkeiten reagieren“, betont Fuchs, der künftig der oberste Chef all dieser Gemeindearbeiter ist. Arbeitsort sei künftig „die gesamte Stadt Gardelegen“, betont Fuchs. Wohl wissend, dass man einen Gemeindearbeiter beispielsweise aus Hottendorf eher nicht ins eben mal 35 Kilometer entfernte Dannefeld abkommandieren werde.

Und: „Bargeldverkehr gibt es nicht mehr.“ Stattdessen erhalten die Gemeindearbeiter Tankgutscheine, um ihre Gefährte aufzutanken. Das Verursache weniger Verwaltungsaufwand und mache die Kosten transparenter, so Fuchs. Hinzu komme, dass man künftig Material zentral bestelle. Beispiel Streusalz: Nicht jeder Gemeindearbeiter müsse selber losgehen und Material kaufen. Dies geschehe künftig gebündelt. „Das spart auch jede Menge Geld.“ Generell gelte künftig: „Nicht jeder Einzelne kauft sich einen Besen, das wird zentral geregelt.“

Definitiv nicht mehr zum Aufgabengebiet eines Gemeindearbeiters zähle künftig beispielsweise das Rasenmähen vor kommunalen Wohnungen auf den Dörfern, so Fuchs. „Das ist Aufgabe der Gardelegener Wobau“, die nach der Zwangseingemeindung alle kommunalen Wohnunen verwalten wird.

Und: Man werde in vielen Bereichen im Laufe der Zeit versuchen, Angleichungen zu erreichen. Es könne nicht sein, so Fuchs, dass beispielsweise in einer Noch-Gemeinde drei kommunal Bedienstete für die Reinigung eines einziges Objekte zuständig seien. Und dass es in einer anderen Gemeinde der VG Südliche Altmark gleich drei Rasentraktoren gebe. „Da müssen wir künftig effizienter arbeiten.“

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