Lebenshilfe feiert 20. Wohnheimjubiläum / Landrat und Bürgermeister gratulierten zum Integrationserfolg

„Nicht nur ein Haus, sondern ein Zuhause“

Der Miester Lebenshilfe-Chor gestaltete unter der Leitung von Ingrid Achtert ein gelungenes Festprogramm.
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Der Miester Lebenshilfe-Chor gestaltete unter der Leitung von Ingrid Achtert ein gelungenes Festprogramm.

djk Gardelegen. Für Lebenshilfe-Geschäftsführer Hans-Peter Haase und Hausleiterin Christina Hannes waren die wenigen Worte das wohl schönste Kompliment, dass die behinderten Menschen ihnen machen konnten.

„Wir fühlen uns hier so wohl“, hatte Willi Koropka, der Vorsitzende des Bewohnerbeirates, im Namen aller 40 Bewohner gesagt und damit am Sonnabend das festliche Jubiläumsprogramm eingeleitet.

Auf den Tag genau vor 20 Jahren hatte das Wohnheim für behinderte Menschen an der Gardelegener Schillerstraße den Betrieb aufgenommen – und endlich eine Zeit voller Ungewissheit und Ortswechsel beendet. Vergessen waren die damals schlechten Wohnverhältnisse am Standort Mieste oder im früheren AZW-Lehrlingswohnheim in Gardelegen. Der neue Standort im früheren Dienstleistungskombinat an der Schillerstraße bot nach dem unbürokratischen Umbau nicht nur würdige Wohnqualität, sondern durch seine zentrale Lage in der Stadt auch die Gelegenheit, die Integration behinderter Menschen zu verbessern. Viele der Bewohner von damals sind gemeinsam mit dem Haus alt geworden. „Für sie ist es nicht nur ein Haus, sondern ein Zuhause“, weiß Hans-Peter Haase, der die Geschicke der Lebenshilfe in Gardelegen von Anfang an leitete und mit dem Wohnheim besonders den älteren Behinderten – nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess in den Lebenshilfe-Werkstätten – eine Perspektive für den dritten Lebensabschnitt gab. Wie Haase informierte, ist das Wohnheim während der zurückliegenden Monate nun umfangreich modernisiert worden und bietet Bewohnern und Personal wieder moderne Bedingungen und eine freundliche Atmosphäre.

Landrat Michael Ziche lobte das Engagement der Lebenshilfe als „ein Stück gelungene Integration“ und würdigte auch die gute Zusammenarbeit der Einrichtung mit dem Altmarkkreis. Bürgermeister Konrad Fuchs zeigte sich während seines Besuchs „beeindruckt von der Ehrlichkeit, Herzlichkeit und Wärme“, inzwischen etwas Besonderes, „in einer Gesellschaft, die uns häufig etwas vorspielt“.

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