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Gerätehaus ist „fast ein Wunder“

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Von: Hanna Koerdt

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Bürgermeisterin und andere Verantwortliche vor dem Gerätehaus in Estedt
Weihten das neue Gerätehaus in Estedt ein: Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch (v.l.), Bürgermeisterin Mandy Schumacher, Estedts Ortswehrleiter Matthias Runge, Ortsbürgermeister Volker Schmidt, Planer Ingolf Fietz und Stadtratsvorsitzender Kai-Michael Neubüser. © Hanna Koerdt

Im Vergleich zum alten Gerätehaus sei das neue „noch mehr als ein Quantensprung“, erklärte Estedts Ortswehrleiter Matthias Runge am 2. Juli vor dem neuen Domizil seiner Feuerwehr, das feierlich eingeweiht wurde.

Estedt – Bis Sonnabend hatten die Kameraden ein Gerätehaus, das zu DDR-Zeiten ein Schweinestall war. „Es gab keine Sanitäranlagen, kein Wasser, nichts“, berichtete Runge gegenüber der AZ. Zum Händewaschen hatten die Kameraden einen 20 Liter-Kanister und brachten von Zuhause Wasser mit. Im Winter war es so kalt und feucht, dass die Einsatzkleidung immer klamm war. Doch das ist nun Geschichte und die Feuerwehr konnte jetzt sogar neue Mitglieder dazugewinnen – „Das hat auch was mit dem Bau zu tun“, freute sich der Ortswehrleiter.

„Wir haben das Objekt lange, lange ersehnt. Es ist fast ein Wunder, dass das hier eingeweiht werden kann“, leitete Estedts Ortsbürgermeister Volker Schmidt die offiziellen Begrüßungsworte ein. „Ich habe oft an Herrn Runges Gesicht gesehen, dass er auch nicht geglaubt hat, dass das hier noch was wird“, erklärte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher und freute sich, dem Ortwehrleiter den Schlüssel zu übergeben. Stadtwehrleiter Sven Rasch dankte den Estedter Feuerwehrleuten, dass sie es „so lange ausgehalten haben. In den letzten Wochen habe ich dann immer mehr Strahlen und Lächeln gesehen“.

Rasch berichtete, dass er 2018 mit Mandy Schumacher nach Barby fuhr, wo „ein Amtskollege uns mehrere Gerätehäuser zeigen wollte“, erzählte Rasch. Schon nach zehn Minuten am ersten Gebäude „war entschieden: Das ist, was wir haben wollen“. Planer Ingolf Fietz habe damit eine „Zeitenwende“ eingeläutet, so Rasch. Der Planer gab daraufhin einen kurzen Abriss über den Bau: Offizieller Baubeginn war am 17. Mai 2021, der Spatenstich erfolgte am 9. Juni, am 13. August wurde Richtfest gefeiert. Im Januar 2022 gab es „erste Lieferschwierigkeiten“, berichtete Ingolf Fietz. Es gab Material- und auch Personalengpässe zu überwinden. Zeitweise mussten die Arbeiten ein paar Wochen unterbrochen werden. Aber noch in dieser Woche konnten die Küche eingebaut und die Außenanlagen fertiggestellt werden. Die beteiligten Firmen arbeiteten mit sehr guter Qualität, erklärte Rasch und Fietz fügte an, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt auch kurzfristig gut funktionierte.

Die Einweihungsfeier zog viele Estedter ans Gerätehaus, wie zum Beispiel Heidi Schulze, die nebenan wohnt und den Kameraden ein großes Glas mit süßer Nervennahrung für Einsätze, Dienste und Co. mitbrachte. Auch die ELBA Feuerfüchse, die gemeinsame Kinderfeuerwehr der Orte Estedt, Laatzke, Berge und Ackendorf, schaute sich interessiert das Gerätehaus an. Denn die Feuerfüchse werden hier künftig auch Dienste haben.

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