Auf dem Gelände des Volkshauses soll ein weiterer Einkaufsmarkt entstehen

Neuer Standort für Edeka-Markt in Gardelegen?

Auf dem Gelände hinter dem Volkshaus soll ein Einkaufsmarkt entstehen. Womöglich ein Edeka-Markt.
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Auf dem Gelände hinter dem Volkshaus soll ein Einkaufsmarkt entstehen. Womöglich ein Edeka-Markt.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Auf dem Gelände an der Straße „Vor dem Salzwedeler Tor“, wo sich das Volkshaus in Gardelegen befindet, soll ein weiterer Supermarkt entstehen.

Gardelegen / Letzlingen – Im Bauausschuss im Letzlinger Kulturhaus waren am Montagabend Michael Schulz-Dostal, Projektentwickler von der Hanseatic Bauträger GmbH, Andreas Nikoll, zuständiger Expansionsmitarbeiter bei Edeka-Miha Immobilien-Service GmbH und Bianca Dorbritz, Betreiberin der Edeka-Niederlassung an der Stendaler Straße, die das Vorhaben erläuterten.

Michael Schulz-Dostal erklärte, dass in die im Bebauuungsplan eingezeichnete violette Fläche ein „Edeka perfekt in das Grundstück passt“. „Ist langfristig vorgesehen, dass der alte Markt schließt?“, wollte Sieghard Dutz wissen. Andreas Nikoll erklärte, dass der Mietvertrag im November erst für fünf Jahre für den Standort an der Stendaler Straße verlängert wurde. Wie es danach weitergehe, könne er nicht sagen. Dirk Kuke merkte an, dass nach dem Neubau des Rewe-Marktes nun der alte Standort leer steht und er Ähnliches mit dem Edeka-Standort befürchte. Dazu merkte Andreas Nikoll an, dass „Edeka nicht nur Edeka-Märkte betreibt, sondern auch NP-Märkte“. Solche Flächen sollen nicht der Konkurrenz überlassen werden, weswegen oftmals an einem alten Edeka-Standort ein neuer NP-Standort entsteht.

Am derzeitigen Standort des Edeka-Marktes an der Stendaler Straße sind Veränderungen in Bezug auf die Verkaufsflächengröße und die Technik im Gebäude nicht möglich, erklärte Andreas Nikoll. Dieser Standort sei an dem veränderten Einkaufsverhalten „nicht mehr anpassbar“. Die Einkaufsmärkte müssten größer werden und mehr Produkte anbieten. „Bei 36 Sorten Milch habe ich aufgehört zu zählen“, nannte er ein Beispiel bei einer kürzlichen Marktbegehung. „Vor 10, 20 Jahren waren 10 Sorten Milch ausreichend“. Bianca Dorbritz ergänzte, dass die Anforderungen der Kundschaft größer sind, es werden mehr Bio- und vegane Lebensmittel gefordert.

Neben dem neuen Supermarkt ist eine Fläche für einen Fachmarkt vorgesehen, welches Geschäft dort untergebracht wird, kann „derzeit noch nicht gesagt werden“.

Die Hauptzufahrt für Kunden und Lieferanten für den neuen Supermarkt ist über die Straße „Vor dem Salzwedeler Tor“. Eine weitere Zufahrt gibt es am Klammstieg, damit Kunden nicht über die Straße „Vor dem Salzwedeler Tor“ fahren müssen, wenn sie zum Lidl-Markt fahren möchten. Sichtschutzwände sollen an verschiedenen Stellen rund um die Fläche aufgestellt werden, um die Nachbarn zu schützen.

Mit je einer Gegenstimme wurde eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans und das Aufstellen des Bebauungsplans für den neuen Standort eines Einkaufsmarktes empfohlen. Der Stadtrat entscheidet.

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