Mehr Platz für Erinnerungen an jüdische Familien in Gardelegen

Neuer Raum für Stolperstein-AG

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Steffi Ros (links), die Leiterin des Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasiums, lobte das Engagement der Stolperstein-AG unter der Leitung von Andrea Müller (rechts).

Gardelegen. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Gardelegen trägt seit nunmehr fast zwölf Jahren den Titel „Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage“. Ein Bestandteil dieses Namenszusatzes ist die Arbeitsgemeinschaft „Stolpersteine“, die Lehrerin Andrea Müller leitet.

Mehrere Generationen an Schülern hätten sich an diesem Projekt bisher beteiligt, erklärte sie jüngst, als das Gymnasium zum „Tag der offenen Tür“ an den Jägerstieg eingeladen hatte.

Aktuell machen 20 Schüler mit. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch der neue Raum für die AG Stolpersteine eröffnet. Der bisherige Raum wird ab sofort von der Kreisvolkshochschule genutzt, so dass die Arbeitsgruppe ein Stockwerk höher ziehen musste. Vorteil dieses Standortwechsels: „Wir haben jetzt mehr Platz“, freut sich Andrea Müller. An den Wänden hängen Erinnerungen an jene jüdischen Familien, die während der Nazi-Zeit ausgegrenzt und verfolgt wurden und Gardelegen verlassen mussten. Stolpersteine erinnern vor vielen Gebäuden in der Gardelegener Innenstadt, in denen sie einst wohnten, an ihr Schicksal.

Zur Eröffnung des neuen Raumes war auch Schulleiterin Steffi Ros gekommen und würdigte das Engagement der Mädchen und Jungen. Dazu hatte David Wolfowski einen Film über die Stolpersteine in Gardelegen zusammengestellt und zeigte ihn erstmals der Öffentlichkeit.

Von Stefan Schmidt

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