Holzteile ersetzen Plastik: Suchthilfeverein Adrome verschönert Riesen-Pyramide für die Adventszeit

Neuer Anstrich und weitere Figuren

Vormittags herrscht auf einem vom Suchthilfeverein Adrome gepachteten Bauernhof in Ziepel derzeit besonders viel Betrieb: Bewohner der Einrichtung bringen dort die Pyramide auf Vordermann, die in der Adventszeit auf dem Gardelegener Rathausplatz steht. Fotos: Tenbrink

Ziepel. Holz statt Plastik. So lautet die Devise bei der Aufarbeitung der Riesen-Pyramide, die in der Adventszeit traditionell auf dem Gardelegener Rathausplatz aufgestellt wird.

Deren Einzelteile werden seit einer Woche von Bewohnern des Caritativen Suchthilfevereins Adrome in Ziepel auf Vordermann gebracht. Außerdem werden sie neue Figuren für die Pyramide gestalten.

Auch neun weitere Holzfiguren – wie vergangenes Jahr dieses Reh – will Sabine Krüger mit ihren Helfern für das Gestell zimmern.

Schon im vergangenen Jahr wurden neun solcher Figuren in der Ergo-Werkstatt der Einrichtung gezimmert. Denn bis 2011 war die Pyramide mit Weihnachts- und Schneemännern aus Plastik bestückt. Dann hat sich die Kulturbeauftragte der Stadt, Anette Bernstein, mit Adrome in Verbindung gesetzt, erzählt Sabine Krüger. Sie arbeitet als Betreuerin in der Einrichtung. „Damals wurde auch überlegt, die Pyramide ganz zu entsorgen“, erinnert sich Krüger. Stattdessen entstanden in kurzer Zeit verschiedene Figuren aus Holz, wie etwa ein Engel oder ein Reh. Hinzu kamen Holzkisten, die als Geschenkpakete dekoriert wurden.

Zum kommenden Winter folgt nun ein weiterer Schritt in Sachen Pyramiden-Verschönerung: Neun weitere Figuren, darunter ein Nussknacker und ein Pfefferkuchen-Mann, sollen ihren Platz auf dem Gestell finden. Das bekommt zuvor jedoch, genau wie das Podest und der Flügelkopf, eine Frischzellenkur verpasst: Zunächst werden die Teile angeschliffen, damit die neue Farbschicht haftet. Danach bekommen sie einen neuen Anstrich mit Acrylfarbe: „Die Gelbtöne am Gestell werden etwas heller, die Brauntöne an Grundplatte und Flügeln etwas dunkler ausfallen“, verrät Krüger. Den Transport der drei großen Pyramiden-Teile übernimmt die Feuerwehr. Normalerweise lagern sie den Sommer über in einer Halle an der Letzlinger Landstraße. Und auch für die Leucht-Elemente der Pyramide hat sie sich etwas einfallen lassen: Die Ummantelungen der Glühbirnen, die bislang ebenfalls aus Plastik bestanden, sollen aus Holz gefertigt werden. Bis Ende November, wenn die Pyramide wieder aufgestellt wird, liegt also noch viel Arbeit vor Krüger und ihren Helfern.

Von Karsten Tenbrink

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