Bald werden auch Kinder betreut

Neue Räume für die Gardelegener Hospizarbeit

Standortwechsel: Ulrich Paulsen (l.) und Hospizdienst-Koordinator Thomas Rehbein vor den bald neuen Räumen im ehemaligen Geschenkeartikel-Geschäft Pulsack.
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Standortwechsel: Ulrich Paulsen (l.) und Hospizdienst-Koordinator Thomas Rehbein vor den bald neuen Räumen im ehemaligen Geschenkeartikel-Geschäft Pulsack.

Gardelegen – „Die Nachfrage wird immer größer. “ Das sagt Ulrich Paulsen, Stiftungsvorsitzender des Ambulanten Hospizdienstes Gardelegen. Er steht mit Koordinator Thomas Rehbein an der Ecke Ernst-Thälmann-Straße/Aschberg in der Gardelegener Fußgängerzone.

Und zwar vor den bald neuen Räumen des Hospizdienstes, der bisher im Erdgeschoss des Johanniterhauses Pfarrer Franz nur wenige Meter entfernt sein – mittlerweile zu kleines – Domizil hat.

Denn neben Rehbein arbeitet seit einiger Zeit auch Kathleen Tanger für den Hospizdienst und betreut die ehrenamtlichen Helfer, die sich um schwer- und todkranke Menschen sowie um deren Angehörige kümmern.

160.000 Euro, so Ulrich Paulsen, soll der rollstuhlgerechte Umbau des neuen Domizils, in dem einstmals Pulsacks Geschenkeladen war, kosten. „Uns fehlen noch 30.000 Euro“, sagt er. Geld, das überwiegend aus Spenden zusammenkommen müsse. Mit dieser Summe werden die Räume, die der Hospizverein gekauft hat, nicht nur umgestaltet. Sie werden auch behinderten- und rollstuhlgerecht umgebaut. Noch in diesem Jahr, so hoffen Paulsen und Rehbein, könne man in der Fußgängerzone einziehen.

Der Hospizdienst bietet demnächst auch ambulante Kinderhospizarbeit an. Dabei gehe es um „lebensverkürzend erkrankte Kinder“, die allerdings nicht in einem Hospiz, sondern Zuhause betreut werden sollen. Dafür ist eine gesonderte Ausbildung nötig.

Denn ist ein Kind lebensbedrohend krank, sei dies für die Familie eine ganz besondere Belastung. Und: Die ehrenamlichen Hospizhelfer kümmern sich dann auch um die übrigen Familienmitglieder, beispielsweise die Geschwister. Dann könne es auch mal sein, dass man mit den Geschwistern des schwerkranken Kindes zur Abwechslung mal in den Zoo oder in die Eisdiele gehe, damit sie den Kopf frei bekommen und darüber hinaus die Eltern entlastet werden.

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