Ortsfeuerwehr möchte sich Gegebenheiten ansehen

Neue Kita in Estedt: „Hochsicherheitsbau“ begehen

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Über mehrere Stockwerke erstreckt sich die Einrichtung in Estedt.

Estedt – Die neue Kindertagesstätte in Estedt wurde vor Kurzem in Betrieb genommen, auch wenn sie derzeit wegen des Corona-Virus nicht wirklich genutzt wird. Doch irgendwann kehrt der Normalzustand zurück.

„Wir bräuchten da mal eine Brandschutzbegehung, es wäre sinnvoll, wenn wir als erste Wehr involviert würden“, regte im Zuge der Jahreshauptversammlung der Estedter Ortsfeuerwehr Marko Lühe an und fragte, ob dies bald geplant sei. Denn beispielsweise gebe es in der Einrichtung einen Fahrstuhl. An diesem sollte möglichst eine Türöffnung geübt bzw. beraten werden.

Das Kinderzentrum in Estedt ist fertig und wurde bis zum Ausbruch des Corona-Virus auch schon genutzt. Eine Begehung durch die Ortsfeuerwehr steht noch aus.

Estedts Ortswehrleiter Matthias Runge bestätigte, dass eine solche Begehung unbedingt notwendig sei. Denn man habe einen „Hochsicherheitsbau“ hingestellt, der unübersichtlich sei. Wenn die Maximalzahl von 130 Kindern im Gebäude sei und es brenne, „stoßen die Betreuer an ihre Grenzen“, meinte Runge, um die Kinder zum Sammelplatz zu bringen. Die Treppenführung sei „katastrophal“, so gebe es zwischen zwei Etagen noch Zwischenetagen. Ohne eine Begehung „kriecht man blind durch den Bau“. Ob und wann es solch eine Begehung geben werde, wisse er aber aktuell nicht.

Auskunft hätte Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch geben können, der zur Jahreshauptversammlung kommen wollte, aber wegen einer Corona-Virus-Krisensitzung verhindert war. Grundsätzlich sei es so, dass die Führung einer Ortsfeuerwehr sogar verpflichtet sei, sich mit den Begebenheiten beispielsweise in öffentlichen Gebäuden auseinanderzusetzen, so Sven Rasch auf Nachfrage der AZ. Ein Termin für die Begehung mit der Ortsfeuerwehr sei in der zweiten Aprilwoche vorgesehen, wird aber vermutlich verschoben.

VON HANNA KOERDT

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