Mit Heuballen gefüllte Scheune auf einem Vierseithof in Köckte stand in Flammen

Nach stundenlangem Feuer: Bewohner und Kühe von Hof gerettet

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Die hoch glimmenden Heuballen in der völlig zerstörten Scheune wurden auf den Innenhof befördert und dort von der Feuerwehr kontrolliert abgelöscht.

Köckte. Großbrand am Sonntagabend in der Dorfmitte von Köckte: Gegenüber des Kinderspielplatzes stand die Scheune eines Vierseithofes vollständig in Flammen.

Als die ersten der insgesamt neun alarmierten Wehren vor Ort eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des mit Heuballen gefüllten Gebäudes.

Die sechsköpfige Familie, die auf dem Hof wohnt – das Wohnhaus selbst wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen – konnte sich selbst und fünf in der Scheune befindliche Kühe retten, die Tiere wurden auf eine benachbarte Wiese geführt. Außerdem konnten mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuge rechtzeitig aus der Scheune herausgeholt werden.

Besprechung: Miestes Wehrleiter Wolfgang Witte (v. l.), der Jävenitzer Wehrleiter Sven Kozisnik und Stadtwehrleiter Sven Rasch.

Insgesamt waren 91 Einsatzkräfte aus acht Feuerwehren vor Ort. Nach Ausbruch des Feuers löschten Aktive aus den Wehren Köckte, Dannefeld, Peckfitz, Mieste, Miesterhorst, Solpke und Gardelegen den Brand. Sie waren bis nachts um ein Uhr im Einsatz, ehe die Wehren aus Peckfitz und Mieste bis in die frühen Morgenstunden weiterlöschten. Am Folgetag kam noch die Wehr aus Jävenitz als Unterstützung für die abgekämpften und übermüdeten Einsatzkräfte hinzu.

Mit dem Radlader einer Spezialfirma wurde das Heu aus den noch qualmenden Überresten der Scheune auf den Hof transportiert, wo die Feuerwehr die Ballen dann kontrolliert ablöschte.

Wie hoch der Schaden ist und was genau zum Brand geführt hat, das konnte die Polizei erst im Nachhinein sagen. Denn ein Betreten der Brandstelle war vorher nicht möglich. Laut Ordnungshüter konnte die Ausbruchsstelle des Brandes ermittelt werden. Dort lagert ältere Technik, sodass ein technischer Defekt als Brandursache zumindest nicht auszuschließen ist. Die Schadenshöhe liegt bei etwa 50.000 Euro. In der Scheune eingelagert waren etwa 500 Bund Heu und Stroh.

Während des Feuerwehreinsatzes am Sonntagabend wurde der zehnjährige Sohn der betroffenen Familie vor Ort durch Rettungskräfte wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung behandelt, musste aber nicht ins Krankenhaus. Die 17-jährige Tochter erlitt nach Polizeiangaben einen Schock.

Von Stefan Schmidt

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