Haftpflichtversicherung zahlt an die Stadt

Nach Großbrand bei Frapa-Plast: 45.000 Euro für Umweltschäden

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Der Großbrand bei Frapa-Plast im Mai des vergangenen Jahres hatte auch Umwelt- und Materialschäden nach sich gezogen. Die Stadt Gardelegen erhält eine Ausgleichszahlung über 45.000 Euro.

Gardelegen. Die Stadt Gardelegen hat als Folge des Großbrandes bei Frapa-Plast an der Stendaler Chaussee in Gardelegen vor anderthalb Jahren einem Vergleichsangebot der Umweltschaden-Haftpflichtversicherung zugestimmt.

Das berichtete Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig am Montagabend im Stadtrat. Sie tat dies auf Nachfrage von Stadtratsmitglied Hannelore von Baehr.

Laut Zepig erhalte die Stadt eine Summe von 45 000 Euro. Die eigentliche Forderung aus dem Rathaus belief sich zwar auf 69 000 Euro. Aber angesichts von drohenden Zusatzkosten – beispielsweise Anwaltskosten – bei einem möglichen Gerichtsprozess sei man mit der angebotenen Summe „mehr als zufrieden“, wie die Bürgermeisterin erklärte.

Das Geld ist ein finanzieller Ausgleich ausschließlich für die entstandenen Umweltschäden. Nach dem Frapa-Plast-Brand gab es ein Fischsterben im nahegelegen Lausebach. Hinzu kam Material, das bei den Löscharbeiten kaputt ging. So habe man Löschwasser mehrfach durch bereits genutzte Geräte fließen lassen. Dies habe zwar zur Folge gehabt, wie Mandy Zepig erläuterte, dass das Material irgendwann den Geist aufgab. Andererseits habe man dadurch die Umwelt geschont. Denn bei anderen Verfahrensweisen wären womöglich weitere Flüsse in der näheren Umgebung in Mitleidenschaft gezogen worden.

Von Stefan Schmidt

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