Sabine Schönfeldt möchte Bekanntschaft aus Gardelegen wiedersehen

Nach Gespräch auf Weihnachtsmarkt: Zweite „Liebes“-Tasse gesucht

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Diese rote Glühweintasse in Herzform brachte Sabine Schönfeldt mit dem Gardelegener auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt ins Gespräch.

Gardelegen / Magdeburg – „Meine Glühweintasse möchte Deine wiedersehen“ schrieb Sabine Schönfeldt zusammen mit ihrer Handynummer auf einen Zettel. Den steckte die Magdeburgerin einem älteren großen Mann mit Brille zu, erzählt die 57-Jährige aufgeregt am Telefon.

Mit dem Gardelegener kam sie über die roten in Herzform gestalteten Tassen ins Gespräch, weil „sie besonders aussehen“, so Sabine Schönfeldt, die eine Tasse kaufte, der Mann sogar zwei. Daher kam sie auf die Idee mit dem Spruch. Denn die Magdeburgerin ist an dem 69-Jährigen interessiert, möchte ihn nach dem Treffen auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt wiedersehen.

Dort tranken die beiden am 18. Dezember gemeinsam an der „Boos Glühweintheke“ das Heißgetränk. Mit dabei war auch eine Freundin von Sabine Schönfeldt, zwei Frauen begleiteten den Gardelegener, den die 57-Jährige an einem Stehtisch am Glühweinstand sah. Sie tauschte mit ihm immer wieder Blicke aus, „ich versuchte, mit ihm zu flirten“, erinnert sie sich. Und das „hat auch funktioniert“. Immerhin kam der Gardelegener mit seinen Begleitungen an ihren Stehtisch herüber. Dabei stellte sich auch heraus, dass die beiden Frauen nur ehemalige Arbeitskolleginnen sind. „Eine von ihnen hätte schließlich auch seine Frau oder Freundin sein können“, erzählt die 57-Jährige erleichtert im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Sie kamen miteinander kurz ins Gespräch, weil dann aber Sitzplätze frei wurden, die beiden Freundinnen sich nach langem Stehen setzen wollten, die Begleitungen des Gardelegeners allerdings nicht, brach die Unterhaltung ab.

Sabine Schönfeldt steckte dem Mann den Zettel zu, der daraufhin nochmal zurückkam. „Wir haben uns dann über alles Mögliche unterhalten“, schwärmt die Magdeburgerin, es wurde viel gelacht, die Zeit verging schnell. „Es war ein schöner Abend“. Deswegen versprach der 69-Jährige, sich bei ihr zu melden. „Hat er aber nicht“, so Sabine Schönfeldt. Denn ihre Handynummer hatte einen Zahlendreher. „Ich habe sie falsch bei mir im Handy abgespeichert“, stellte sie Zuhause enttäuscht fest. Die 57-Jährige möchte ihre Bekanntschaft aber unbedingt wiedersehen, besuchte den Weihnachtsmarkt daher in den folgenden Tagen, aber der Mann kam dort nicht wieder hin. Also überlegte sie mit Freunden und Familie, wie sie den Gardelegener erreichen kann. Die Schwiegertochter suchte im Internet, was sich aber als schwierig herausstellte, da Sabine Schönfeldt nur den Vornamen kennt. Deswegen meldete sich bei einer demnach passenden Telefonnummer auch nicht der gesuchte Mann. Schließlich ist Sabine Schönfeldt auf die Altmark-Zeitung gestoßen, schrieb der Redaktion einen Brief, um ihre Bekanntschaft möglicherweise über einen Zeitungsartikel zu finden.

Wenn sich der gesuchte Mann angesprochen fühlt und mit Sabine Schönfeldt in Kontakt treten möchte, kann er sich bei der Altmark-Zeitung in Gardelegen melden.

VON INA TSCHAKYROW

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