Konzert anlässlich 20 Jahre Kreismusikschul-Förderverein „Siegmund Heß“

Für den Musikernachwuchs

Die Gesangsgruppe unter Leitung von Claudia Zille überraschte das Publikum mit eindrucksvollen Kanons, zu denen Zille herzlich zum Mitsingen aufforderte. „Calypso“ (Jan Holdstock), „Quodlibet“ (volkstümlich) und „Air“ (Händel). Fotos (5): Wölkert

Gardelegen. Am Sonntagnachmittag knisterte die Spannung förmlich im Rathaussaal der Hansestadt. Junge Instrumentalkünstler der Kreismusikschule des Altmarkkreises Salzwedel und ihre Lehrer hatten sich versammelt, um anlässlich des 20.

Jahrestages der Gründung des Fördervereines „Siegmund Heß“ ein Jubiläumskonzert zu geben.

Zahlreiche Gäste, unter ihnen natürlich auch stolze Eltern und Großeltern, hatten in den Sitzreihen Platz genommen, nachdem sie mit einem Glas Sekt oder Orangensaft begrüßt worden waren. Eine Kammermusikgruppe stimmte die Gäste auf den Konzertnachmittag mit dem ersten Satz des Quartetts Nr. 1 der Rasumowskyquartette van Ludwig von Beethoven ein. Anschließend begrüßte die Vorsitzende des Fördervereines Heidi Wiechmann die Anwesenden.

Sie erinnerte an die Gründerzeiten, als das Gardeleger Pionierhaus das Domizil der Musikschule war. „Die große Aufgabe, die sich der Förderverein damals gestellt hatte, war die Förderung der Kultur und insbesondere des musikalischen Schaffens in unserer Stadt“. Wiechmann sprach weiter über den Lebenslauf von Siegmund Heß, dem Namensgeber des Fördervereins, der ab 1885 in Gardelegen wirkte und hier eine Musikschule gründete. „Der Förderverein“, so die Vereinsvorsitzende, „unterstützt die Schüler durch die Anschaffung von Leihinstrumenten, hilft bei der Fahrkostenerstattung zu Konzertreisen und der Unterstützung sozial benachteiligter Schüler.“

Der Landrat Michael Ziche bedankte sich in seinen Grußworten herzlich für die Einladung und betonte die Bedeutung der Kreismusikschule für das kulturelle Leben in Gardelegen und Salzwedel. Er erinnerte daran, dass die Musikschüler schon erfolgreich an dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ bis auf Bundesebene teilgenommen haben. Er sprach weiter über die guten Rahmenbedingungen und erklärte, dass Sachsen-Anhalt eines der wenigen Länder mit einem Musikschulfördergesetz ist.

Der Vorsitzende des Gardeleger Stadtrates Kai-Michael Neubüser schloss sich den Grußworten des Landrates an und sprach über das hohe Ziel, welches sich der Förderverein gestellt hat, über die Erfolge des Vereins und sprach die Bitte aus, mit den Aktivitäten nicht nachzulassen. Der Leiter der Musikschule Falk Kindermann redete über seine Ehrfurcht vor der langjährigen aktiven Arbeit des Gardeleger Fördervereines. „Die Fusion der beiden Musikschulen hat funktioniert. Wir sind sehr gut zusammengewachsen. Und das ist auch ein Verdienst des Fördervereins.“

Claudia Zille, Lehrerin an der Musikschule und charmante Moderatorin des Nachmittages erhielt nun das Wort und kündigte die jungen Künstler an, die mit Gitarre, Gesang, am Klavier, mit Blockflöten, Streichinstrumenten oder als Mitglieder der Musikschulband „Outplace“ das Publikum erfreuten. Sie wies im Verlauf des Nachmittags auch darauf hin, dass der Förderverein es möglich gemacht hat, ein Cembalo anzuschaffen, welches im Rathaussaal stand und den Gästen von der Pianistin der Musikschule, Simona Docanova, vorgestellt wurde.

Von Frank Olvermann

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