Musikalische Spurensuche in der Altmark

Die Braunschweiger Vereinsmitglieder begaben sich per Rad und von Solpke aus auf die Spur von Otto Reutter, von dem unterwegs Hans-W. Fechtel (M.) zahlreiche Couplets zum Besten gab.

lam Solpke. „Auf Ottos Spuren nach Gardelegen“ – unter diesem Motto radelte gestern eine elfköpfige Gruppe aus Braunschweig durch den hiesigen Teil der Altmark.

Dabei handelte es sich um Mitglieder des Vereins zur Förderung bürgernaher Stadtplanung, den es bereits seit 31 Jahre gibt. Sie kamen um 9.30 Uhr mit dem Zug auf dem Solpker Bahnhof an – ihrem Startpunkt. Von dort ging es dann auf dem Drahtesel und auf dem Altmarkrundkurs zunächst nach Weteritz, wo sich die Männer und Frauen nicht nur den Park, den der Gartenbaumeister Lenné gestaltet hat, anschauen wollten. Dort trafen sie auch auf weitere Mitradler aus der Umgebung. Denn die Gardelegener Tourist-Information hatte gemeinsam mit dem Braunschweiger Forum zu dieser besonderen Radtour eingeladen. Und die Besonderheit lag darin, dass das Motto Programm war. Denn die Braunschweiger wurden von Hans-W. Fechtel vom Braunschweiger Duo Lyrik & Musik begleitet, der unterwegs zahlreiche Reutter-Couplets zum Besten gab.

Wie er sagte, habe die Radtour nicht viele Kilometer, dafür ist sie reich an Höhepunkten. Denn von Weteritz aus ging es über Ziepel und Drögemühle zur Waldschnibbe. Die Villa hatte sich Otto Reutter 1918 als Rückzugsort von der Bühne gekauft, musste sie aber in den 20-er Jahren wieder verkaufen, weil er in Geldnöten war. Er hatte durch die Inflation sein Vermögen verloren.

Von der Waldschnibbe aus wurde weiter über Zienau mit Besichtigung des Sühnekreuzes, Kloster Neuendorf mit Besichtigung der Klosterkirche bis zur Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe geradelt, die an das dunkelste Kapitel der Hansestadt erinnert.

Die nächste Station war dann der Gardelegener Friedhof, wo nicht nur der bekannte Sänger seine letzte Ruhestätte fand, sondern auch sein Sohn, der 1916 im Ersten Weltkrieg vor Verdun fiel. Mit der Einkehr in das Reutter-Hotel zum Essen endete dann die Radwanderung auf den Spuren, die Otto Reutter hinterlassen hat.

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