Unrat am Straßenrand im Gardelegener Gewerbegebiet beschäftigt den städtischen Bauausschuss

Mülltonne stößt auf Ablehnung

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Am Straßenrand im Gardelegener Gewerbegebiet stapelt sich an einigen Stellen der Müll. Offenbar sind das Hinterlassenschaften von Lkw-Fahrern. Doch die Installation einer festen Mülltonne lehnt der städtische Bauausschuss ab.

Gardelegen. „Es sieht dort teilweise wirklich schlimm aus. “ Das berichtete das Gardelegener Stadtratsmitglied Ulrich Scheffler während der jüngsten Zusammenkunft des städtischen Bauausschusses. Er meinte einige Flächen im Gardelegener Gewerbegebiet.

Dort parken Lastwagenfahrer ihre Kolosse vor der Anlieferung, mitunter wird dort auch übernachtet. Und das mit Folgen: Papier und mitunter sogar Fäkalien lagern am Wegesrand, wie unweit der Lebenhilfe-Werkstätten.

Scheffler schlug deshalb vor, über die Anschaffung so genannter fester Mülltonnen nachzudenken. Ähnlich wie auf Autobahnparkplätzen könne der Müll auf diese Weise problemlos entsorgt werden und würde nicht in der Gegend herumliegen, so lautet sein Argument.

Doch Ulrich Schefflers Vorschlag stieß vor allem beim Bauausschuss-Vorsitzenden Gustav Wienecke auf wenig Gegenliebe. „Damit würden wir die Müllentsorger nur unterstützen“, erklärte er. Wienecke erinnerte daran, dass in manchen Dörfern wie zuletzt in Lindstedt sogar Papierkörbe abgebaut worden seien, weil einige dort ihren privaten Müll entsorgen. „Mit einer Mülltonne würden wir das nur befördern“, ist sich Gustav Wienecke sicher und lehnt eine Mülltonne ab. Regina Lessing, wie Wienecke auch Ortsbürgermeister – er von Wannefeld, sie vom Nachbardorf Letzlingen – stimmte ihrem Amtskollegen zu. „Es gibt sehr viele Schweinementekels“, befürchtet auch sie die Ausnutzung einer solchen Investition.

Von Stefan Schmidt

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