Müll und Badegäste sorgen für Ärger bei den Anglern in der Gardelegener Einheitsgemeinde

Vom Planschbecken bis zur Flasche

Franko Gäde (von links) und Jörg Lebrecht erwischen immer wieder Menschen beim illegalen Grillen an der Kiesgrube Gäde.
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Franko Gäde (von links) und Jörg Lebrecht erwischen immer wieder Menschen beim illegalen Grillen an der Kiesgrube Gäde.
  • VonLina Wüstenberg
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An den Angelgewässern der Einheitsgemeinde kam es in den vergangenen Wochen immer wieder vor, dass dort gebadet und gegrillt wird. Das sorgt bei den Anglern für Ärger.

Gardelegen – „Hier ist ein schöner Bach zum Angeln“, zeigt Jörg Lebrecht von der Fischereiaufsicht, Vorstandsmitglied im Kreisanglerverein Gardelegen, den Bach beim Volkshaus in Gardelegen. Der Bach ist auch ein Salmonidengewässer, dort darf nur mit einer gesonderten Erlaubnis geangelt werden. Darauf weist auch das gelbe Hinweisschild hin. „Aber immer öfter werden die Schilder beschmiert oder sogar abgenommen“, ärgert sich Lebrecht. Auch wird der Bach immer wieder als Ablageort für den Grünschnitt genutzt. Der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt ist deswegen eine Kooperation mit der Deponie eingegangen, sodass dieser Grünschnitt kostenlos entsorgt werden kann. „Aber wir haben hier im Bach auch schon ein Planschbecken oder einen Kinderwagen gefunden“, erklärt der Hobbyangler kopfschüttelnd.

In den vergangenen Jahren gab es nicht nur Ärger mit liegengelassenem Müll, sondern auch mit den Badegästen. „Vor allem seit in Mieste das Freibad geschlossen hat“, erklärt Lebrecht. Seitdem werden verstärkt die umliegenden Seen genutzt, obwohl sie sich im Privatbesitz befinden. Worauf auch auf mehreren Schildern hingewiesen wird.

Die Kiesgrube von Franko Gäde bei Sachau wurde vom Landesverband gepachtet. Dort ist das Baden und Grillen verboten. Doch das hält einige Besucher nicht ab, dies doch zu tun. „Sie kommen aus ganz Sachsen-Anhalt“, merkt Franko Gäde an und ergänzt: „Einige reagieren verständnisvoll darauf, aber andere beschimpfen einen.“ Deswegen wurden in den vergangenen Wochen die Gewässer verstärkt kontrolliert. Wenn dort jemand erwischt wird, wird auch die Polizei gerufen. „Aber entweder sind sie dann schon weg oder haben keine Ausweispapiere bei sich“, merkt Lebrecht an. „Vor drei Wochen haben sogar einige bei der Hitze gegrillt“, erinnert sich Gäde.

Ein ähnliches Bild weist der See bei Wernitz auf. Auch an dieser Stelle wird mit mehreren Schildern darauf hingewiesen, dass das Betreten verboten ist. Aber auch hier kommen immer wieder Badegäste hin und lassen dann auch den Müll liegen. „Erst letztens sind hier Personen mit ihren Quads in den See gefahren“, erklärt Jörg Lebrecht.

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