„Musikunterricht einmal anders“ mit dem „Deliciae Theatralis“

Mit Mozart in die Klassik

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Kaspar Mainz (v.l.), Matthias Bega, Katherina Schrader und Prof. Ines Mainz bezogen die Schüler ins Spiel mit ein. So durften diese zum Beispiel Würfeln, um die nächste Aufgabe für Mozart und den schwarzen Magier festzulegen.

Gardelegen. „Musikunterricht einmal anders“ hieß es am Montag für die Mädchen und Jungen der Gardelegener Grundschulen in der Aula der Goethe-Grundschule. Denn dort gastierte im Rahmen des 18. Altmärkischen Musikfestes das Ensemble „Deliciae Theatralis“ mit ihrem Stück „Das zauberhafte Sing und Kling Spiel“.

Es war eine märchenhafte Vorstellung, bei der die Schüler im gemeinsamen Spiel, Gesang und Tanz mit den Künstlern die Ideale der Klassik und die Einsamkeit von sogenannten Wunderkindern – in diesem Fall Wolfgang Amadeus Mozart –, seine Musik und die seiner Zeitgenossen kennenlernten. Ausgangspunkt war das Treffen einer Pianistin, einer Sängerin und eines Schriftstellers, die ein Buch über das Leben und auch die Musik Mozarts für die Kinder gestalten. Es gibt aber schon so viele Bücher. Und so ist es schwierig, etwas Neues zu schreiben. Deshalb beschließen sie, eine Geschichte zu erfinden. In deren Mittelpunkt steht Mozart (Matthias Bega), mit dem niemand spielen will. Verstehen kann er dies nicht, denn er hat so viele tolle Spielideen, wie zum Beispiel singen, rückwärts sprechen – Lekaro heißt Orakel –, ganz schnell Reime erfinden und sich viele Wörter merken. Darin ist er der Beste, was den anderen nicht gefällt. Dabei wünscht sich das Mozart so sehr. Eines Tages findet er ein zauberhaftes Spiel, welches ihn in andere Welten entführt. Mozart muss viele Aufgabe bestehen, wobei ihm Hütchen (Katherina Schrader) und wundersame Wesen wie das Orakel (Ines Mainz) helfen. Nur mit ihnen kann er dem schwarzen Magier (Kaspar Mainz) im Spiel die Stirn bieten und erkennt, dass er nicht der Beste, sondern einfach nur Mozart sein muss.

Die Idee und das Konzept, welches mit großem Erfolg umgesetzt wird, entwickelte Prof. Dr. Ines Mainz. Das zeigten auch die Reaktionen der Kinder. Ein Junge beispielsweise hatte sich zur ersten Arie der Sopranistin die Finger in die Ohren gesteckt, am Ende machte er begeistert mit und bedankte sich bei den Protagonisten wie seine Schulkameraden mit ganz viel Beifall.

Von Elke Weisbach

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