Kaputte Ampel an der Postkreuzung in Gardelegen wird repariert / Kosten liegen bei 18 000 Euro

Modul da: Bald wieder grünes Licht

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Die Ampelanlage an der ehemaligen Postkreuzung in Gardelegen ist seit fast einem halben Jahr außer Betrieb. In dieser Woche sollen die Lichter wieder funktionieren.

Gardelegen. In dieser Woche soll es wieder so sein wie früher: Die Ampel an der ehemaligen Postkreuzung in Gardelegen leuchtet wieder. Gestern war Rudi Rölecke, Mitarbeiter einer Firma aus Magdeburg, dabei, am Schaltkasten das neue Modul anzuschließen.

„Wir hoffen, dass wir die Ampelanlage noch in dieser Woche in Betrieb nehmen können“, erklärt er.

Rudi Rölecke baute gestern das Modul in den Schaltkasten an der Ampel ein.

Am 15. August, also vor fast einem halben Jahr, spielte die Ampelanlage an der viel befahrenen Kreuzung plötzlich verrückt. Sogar die Gardelegener Feuerwehr musste ausrücken, um das Blinken zu unterbinden. Säcke hingen dann eine zeitlang über der Signalanlage. Ursache des Defekts: Die so genannte Steuerkarte hatte ihren Geist aufgegeben. Das Problem: Diese Steuerkarte war bereits mehr als 20 Jahre alt, so dass es für dieses Teil keine Ersatzanschaffung mehr gibt. Der Altmarkkreis Salzwedel als verantwortliche Behörde für die Ampelanlage musste deshalb ein gänzlich neues Modul bestellen – und das dauerte.

Bis zum Dienstag, da begannen Mitarbeiter mit dem Einbau des Moduls in den Kasten neben der Kreuzung. Nach Angaben des Altmarkkreises Salzwedel liegen die Kosten für dieses Teil bei 18 000 Euro – die Anschaffung ist damit immer noch deutlich preiswerter als die Installierung einer komplett neuen Ampelanlage.

Autofahrer haben sich im Verlauf der vergangenen Monate an die nicht funktionierende Ampel gewöhnt. Der Verkehr fließt größtenteils reibungslos. Nur hin und wieder gibt es Staus, wenn Fahrzeugführer von der Schillerstraße oder der Goethestraße kommen und nach links abbiegen wollen. Aber Wartezeiten gibt es auch bei einer funktionierenden Ampel, wenn sie auf Rot gestellt ist.

Einen gewissen Gefahrenherd stellt die kaputte Ampel nach Aussage von Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig für Fußgänger und speziell Schüler dar, die die Fahrbahn überqueren wollen. „Das ist ohne Ampel nicht ganz ungefährlich“, so Mandy Zepig.

Die Stadt selbst hat mit der defekten Ampel an der ehemaligen Postkreuzung nichts zu tun. Man stand allerdings in regelmäßigem Austausch mit dem Altmarkkreis Salzwedel.

Von Stefan Schmidt

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