Außengastronomie, Einzelhandel und Kultur öffnen

Antrag beim Altmarkkreis: Modellprojekte in Gardelegen?

Das Foto zeigt den Gardelegener Marktplatz mit dem Brunnen.
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In Gardelegen könnte ein Modellprojekt starten.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Die Stadt Gardelegen hat beim Altmarkkreis Salzwedel zwei Konzepte eingereicht, die Grundlage für einen Modellprojekt-Antrag des Landkreises sein könnten. Es geht um die Öffnung der Außengastronomie, um den Einkauf beim Einzelhandel ohne Terminvergabe und Kulturveranstaltungen.

Gardelegen – Die Stadt Gardelegen hat beim Altmarkkreis Salzwedel zwei Konzepte eingereicht, die Grundlage für einen Modellprojekt-Antrag des Landkreises sein könnten, teilt die Stadt mit. Mit dem Modellprojekt in der Einheitsgemeinde könnten Erfahrungen im städtischen Bereich in Gardelegen und in den Ortsteilen mit dörflichem Charakter gemacht werden. Bei dem Modellprojekt geht es um die Öffnung von Außengastronomie sowie die Nutzung des Einzelhandels ohne vorherige Terminvereinbarung und Kulturveranstaltungen.

Tests sollen in offiziellen Testzentren, bei teilnehmenden Apotheken und Ärzten durchgeführt werden, die dann eine Gültigkeitsdauer von 24 Stunden haben. Schnelltests, die in gastronomischen Einrichtungen vor Ort gemacht werden, wären nach dem Konzept nur für die Aufenthaltsdauer dort gültig. „Wir sind mit Gastronomen unserer Einheitsgemeinde in Kontakt, die bei einem Start des Modellprojekts dabei sind“, erklärt Bürgermeisterin Mandy Schumacher. So sagt Andy Jahn, Betreiber der Herr-O-Bar: „Für uns ist dieses Modellprojekt eine ganz wichtige Perspektive nach diesem katastrophalen Jahr, denn jeder Tag mit wenig Umsatz ist besser als jeder Tag mit null Umsatz.“ Mit den Tests werde Sicherheit geschaffen, dazu die Möglichkeit, im Außenbereich mit viel Platz Gastronomie anzubieten. Andy Jahn und auch Maik Eulenberg vom Napoli sagen, dass sie dabei sind, wenn es losgeht. Auch Peter Fleig vom Landgasthof Berge sagt: „Wenn die Voraussetzungen für Tests geschaffen werden, können wir starten. Wir sind darauf vorbereitet, haben beispielsweise eine digitale Karte.“

In Innenstadt soll Testzentrum eingerichtet werden

Zu den bereits genannten Testmöglichkeiten soll in der Innenstadt ein Testzentrum entstehen. Die „La Vie“ Apotheke und Rosenapotheke in Gardelegen sowie die Apotheke in Mieste wollen dabei unterstützen. Autorisierte Einrichtungen sollen Zertifikate nach Negativtestungen ausstellen dürfen, dazu gibt es bei potenziellen Partnern, die ihre Mitarbeiter vor Dienstbeginn ohnehin testen, erste Anfragen. Auch am Wochenende könnte sonntags bis 13 Uhr eine Testung möglich werden, dafür hat die Apotheke „La Vie“ ihre Unterstützung signalisiert.

Im Einzelhandel sollen die Terminvereinbarungen bleiben, jedoch mit Nachweis von negativen Antigen-Schnelltests um spontane Kunden erweitert werden können. „Damit würde für unseren Einzelhandel vieles einfacher, aber sicherer werden“, so die Bürgermeisterin.

Da bisher noch keine App-basierte Kontaktnachverfolgung besteht, wird dies wie bisher über Vordrucke erfolgen. Die Stadt ist auch vorbereitet für den Start der luca App im Altmarkkreis. „Für die Bürger, die kein Smartphone haben, hat die Einheitsgemeinde bereits Schlüsselanhänger mit Code bestellt, der nur einmal aktiviert werden muss. Wir helfen auch gern dabei“, betont die Bürgermeisterin.

Kulturveranstaltungen im Freien mit negativem Test-Ergebnis

Beim Konzept „Wir für uns – ein Test für ein bisschen mehr Kultur“ geht es um Veranstaltungen in Kooperation mit dem Verein für Kultur- und Denkmalpflege der Nikolaikirche als Veranstaltungsort. Dort sollen Kulturveranstaltungen mit Sitzmöglichkeiten nur im Außenbereich für maximal 80 Personen stattfinden. Die Besucher benötigen ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis. Die Apotheke „La Vie“ wird Tests vor Ort vor Veranstaltungsbeginn anbieten.

„Jeder Test, der in unserer Einheitsgemeinde gemacht wird, ist einer mehr auf dem Weg zu insgesamt mehr Sicherheit. Wir wollen diesen Weg mit unseren Partnern und Bürgern gehen. Wir sind vorbereitet“, sagt Mandy Schumacher.

Antragssteller für ein zeitlich begrenztes Modellprojekt mit frühestem Beginn ab 6. April kann gemäß der aktuellen Eindämmungsverordnung nur der Altmarkkreis sein.

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