Carolin Gericke erarbeitete Konzept

QR-Codes für mehr Infos über historische Baudenkmäler in Gardelegen

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Insgesamt 25 QR-Codes hat Carolin Gericke für Sehenswürdigkeiten in Gardelegen erarbeitet. So können sich Touristen unter anderem über die Löwenapotheke informieren.

Gardelegen. Rathaus, Löwenapotheke, Alte Post, Salzwedeler Tor, St. Marienkirche, Alte Lateinschule oder Großes Hospital – wer sich als Tourist oder Einwohner zu den historischen Baudenkmälern in Gardelegen informierten wollte, las bisher die an den Sehenswürdigkeiten angebrachten Info-Tafeln.

Wurden die QR-Codes gelesen, gelangen Nutzer auf die Website der Hansestadt mit dem jeweiligen Denkmal.

Und dort finden sich bald auch QR-Codes, wodurch noch mehr Wissenswertes zu den Baudenkmälern erfahren werden kann. Dazu wird lediglich ein Smartphone mit einer App benötigt, die die QR-Codes über die Kamera des Handys lesen kann. Dadurch gelangt der Nutzer auf die Website der Hansestadt mit der entsprechenden Sehenswürdigkeit und kann sich mehr Informationen in insgesamt drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Polnisch – dazu durchlesen.

Die Idee dazu gibt es schon lange, „aber nur im Kopf“, erklärte Gabriela Winkelmann. Die Touristen interessieren sich für die Denkmäler und die Geschichte dazu, konnte die Stadtmarketing-Mitarbeiterin schon öfter beobachten, wie die Besucher der Hansestadt vor den Sehenswürdigkeiten stehen und die Info-Tafeln durchlesen. „So können sie nun noch mehr erfahren“, so Gabriela Winkelmann. Und zwar zu jeder Tageszeit und somit auch unabhängig von den Schließzeiten der Tourist-Info. Damit möchte die Stadt, wie Bürgermeisterin Mandy Zepig erklärte, „mit der Zeit gehen“.

Umgesetzt wurde die Idee nun von der Auszubildenden Carolin Gericke, die im Zuge ihrer Lehre auch im Bereich Stadt-Marketing ist. Die Arbeit an dem Projekt wurde für die 17-jährige Letzlingerin „von Baudenkmal zu Baudenkmal interessanter“, weil sie so auch herausfand, was hinter den einzelnen Sehenswürdigkeiten steckt. Denn mit den Hintergründen einiger der historischen Baudenkmäler hat sie sich „noch nicht so speziell befasst“. Auf die Frage, welche Sehenswürdigkeit am spannendsten sei, kam „natürlich das Rathaus, das steht im Mittelpunkt, im Herzen der Stadt“.

Unterstützt wurde Carolin Gericke unter anderem von Stadt-Mitarbeiter Rupert Kaiser und von der Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg, die beim Layout half. Und so sind innerhalb von drei bis vier Monaten insgesamt 25 QR-Codes entstanden, die die Touristen jeden Alters zu kurzen und knappen Texten mit Fotos der Sehenswürdigkeiten führen. Worauf die Letzlingerin stolz ist, so hinterlasse sie in ihrer Ausbildung von sich selbst etwas „Bleibendes in der Stadt“.

In den nächsten Tagen werden die QR-Codes an die bereits vorhandenen Info-Tafeln der historischen Baudenkmäler in der Hansestadt angebracht.

Von Ina Tschakyrow

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