1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Gardelegen

„Mit großer Wahrscheinlichkeit“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Ehemalige Swedwood-Mitarbeiter, mittlerweile in einer Auffanggesellschaft untergebracht, lauschten am Montagabend den Ausführungen im Gardelegener Stadtrat. Viele von ihnen hoffen auf eine Neubeschäftigung am selben Ort.Fotos (2): Schmidt

Gardelegen - Von Stefan Schmidt. Man sei auf einem guten Weg, erklärte Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs am Montagabend währen einer Fachausschuss-Sondersitzung. Es geht um eine Betriebs-Neuansiedlung an der Stendaler Chaussee. Auf dem alten Swedwood-Firmengelände, aber auch auf benachbarten Flächen. Die Abgeordneten ebneten dazu den Weg.

Um kurz vor 19 Uhr strömten sie herein. Mehrere ehemalige Swedwood-Mitarbeiter, mittlerweile in einer Auffanggesellschaft untergebracht, wollten wissen, was es auf sich hat mit einer möglichen Firmen-Neuansiedlung an der Stendaler Chaussee. Die Stadtverwaltung steht in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Interessenten (wir berichteten), der aus dem Holzgewerbe kommt, aber im Gegensatz zum früheren Swedwood-Standort keine Möbel herstellen wird.

Eben dieses Swedwood-Gelände, im September vom Möbelgiganten Ikea – dort gab es die weltweit größte Billyregal-Produktion – aufgegeben, soll bald einen neuen Betrieb beherbergen. „Mit großer Wahrscheinlichkeit,“ so Bürgermeister Konrad Fuchs am Montagabend, werde sich dort eine neue Firma ansiedeln. Er sagte dies aber nicht während der Stadtratssitzung, die von den einstigen Swedwood-Beschäftigten besucht wurde, sondern eine halbe Stunde vorher. Denn direkt vor dem Stadtrat versammelten sich die Mitglieder dreier Fachausschüsse zu einer gemeinsamen Sondersitzung von Hauptausschuss, Bauausschuss sowie Finanzausschuss und segneten die Aufstellung eines Bebauungsplanes ab. Der Stadtrat tat dies im Verlauf des Abends ebenso – ohne weitere Diskussionen und einstimmig. Denn zu verlockend klingt das, was Fuchs da mehr als andeutete.

So werde es wohl „Arbeitsplätze im dreistelligen Bereich“ geben. Zum Vergleich; Swedwood hatte rund 170 Beschäftigte, die Zahl der Arbeitskräfte für die neue Firma, so sie denn kommt, wird wohl in einer ähnlichen Größenordnung liegen.

Um eine solche Gewerbeansiedlung zu gewährleisten, soll eine 15 Hektar große Fläche ausgewiesen werden. Nicht nur das einstige Swedwood-Areal wäre betroffen, sondern auch Flächen dahinter, die bis zur Bahnlinie reichen. Die Zufahrt von der Stendaler Chaussee aus müsste verlängert werden, eine Brücke über den Laugebach käme hinzu, am Ende müsste ein Wendehammer entstehen. Und: Die Einmündung zur Stendaler Chaussee müsste, so Fuchs, außerdem aufgeweitet werden. Rund eine Million Euro investiert die Stadt in die Erschließung dieses Gewerbegebietes Ost I. In der Hoffnung auf baldige neue Arbeitsplätze. „Ich bin da sehr optimistisch“, erklärte Fuchs dazu.

Auch interessant

Kommentare