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Militärs aus vier Kontinenten

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Schmidt
Militärattachés aus sieben Ländern besuchten gestern die Einrüsthalle im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres. Rechts der GÜZ-Leiter, Oberst Gerd Kropf.

Letzlingen - Von Stefan Schmidt. Das Interesse ist weiterhin sehr groß. Regelmäßig gibt es Anfragen von ausländischen Militärs, sich das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres bei Letzlingen anzuschauen. Der Inspekteur des Heeres hat nun entschieden, künftig regelmäßig Gruppenreisen in die Colbitz-Letzlinger Heide zu organisieren. Gestern gab es mit Militärs aus sieben Ländern die Premiere.

Die Verantwortlichen vor Ort, so ist das Ziel dieser neuen Regelung, sollen entlastet werden. Denn allein im vergangenen Jahr besuchten 3500 Gäste das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres bei Letzlingen. Darunter allein 169 so genannte VIPs, also Politiker und Militärs aus aller Herren Länder. Und so führte Oberst Gerd Kropf, der Leiter des GÜZ, vorgestern und gestern Militärattachés aus sieben Ländern von vier Kontinenten durch die Kaserne und über das Truppenübungsplatz-Gelände. Die Uniformen kamen aus Brasilien, Kanada, Südkorea, Großbritannien, Pakistan, Norwegen und Russland.

Der anderthalbtägige Besuch – die Gäste übernachteten im Letzlinger Schloss – diente drei Schwerpunkten. Einmal der Erläuterung der Ausbildungsmethodik im Heer, dann einer Darstellung durch den GPZ-Leiter sowie gestern der Erläuterung der Zusammenarbeit mit dem industriellen Betreiber, dem Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark (RDA). In der Panzer-Einrüsthalle erklärten RDA-Geschäftsführer Jens Heusmann sowie Jens Taege, stellvertretender Abteilungsleiter Gefechtsfeld bei RDA, die Arbeitsabläufe während des Einrüstens der Fahrzeuge. Und dass sogar Burkas – die streng islamische Kopfbedeckung für Frauen – zur Bekleidung jener Soldaten gehöre, die bei Übungen in der Colbitz-Letzlinger Heide die einheimischen Afghanen darstellen.

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