Freibad-Gelände wird eingeebnet / Gebäudekomplex nicht betroffen / 2010war letztmalig geöffnet

Miestes Bad wird zur grünen Wiese

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Das Freibad in Mieste hat sechs Sommer in Folge kein Wasser mehr gesehen. Im nächsten Jahr sollen die Becken endgültig verschwinden und eingeebnet werden.

Mieste. Das Gelände des ehemaligen Freibades in Mieste soll dem Erdboden gleichgemacht werden. Nach Angaben von Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig werde dies im neuen Jahr geschehen.

Auch der Miester Ortschaftsrat sei über diese Pläne bereits informiert worden und habe der Maßnahme zugestimmt.

Das Freibad in Mieste war letztmalig im Jahr 2010 geöffnet. Damals gab es noch die eigenständige Gemeinde Mieste. Ab 2011, nach der Zwangseingemeindung Miestes, übernahm die Stadt – und ließ das Freibad zu. Schon in den Jahren zuvor gab es erhebliche Mängel bei der Wasserqualität. Der rührige Miester Freibad-Förderverein hoffte lange Zeit auf eine Wiedereröffnung nach erfolgter Sanierung, löste sich aber in diesem Herbst auf (wir berichteten). Auch ein von Stadtrats-Mitgliedern erarbeitetes Bäderkonzept sah eine Öffnung des Miester Freibades für einen späteren Zeitpunkt vor. Dieses Papier landete aber kurz danach im „Giftschrank“, die Ideen wurden nicht weiter verfolgt.

„Wir nehmen die Einebnung auch vor, um ein Gefahrenpotenzial auszuschließen“, begründet Mandy Zepig diesen Schritt. Die Fläche soll nach den Arbeiten erst einmal als grüne Wiese dienen, eine Nachnutzung ist noch nicht geklärt.

Unangetastet von dieser Maßnahme bleibt der Gebäudekomplex auf dem Freibadgelände an der Riesebergstraße. Die Räume der Gaststätte „Zum Riesenzwerg“ sowie die von der Kommune betriebene Sauna und dort angegliederte Fremdenzimmer sind von den geplanten Abrissarbeiten nicht betroffen.

Von Stefan Schmidt

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