Zwei Fliegen mit einer Klappe: Raum für Parkplätze, weniger Verstecke für Kinder

Miesterhorster Kita wünscht sich zurückgesetzten Zaun

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Die Parkmöglichkeiten an der Miesterhorster Feldstraße sind begrenzt. Stehen beidseitig Autos, kommen Feuerwehrfahrzeuge nicht durch. Das Parken direkt vor der Kita ist verboten.

Miesterhorst. Nachdem die Parksituation an der Feldstraße schon einmal im Ortschaftsrat Miesterhorst zur Diskussion stand und dann wieder zu den Akten gelegt wurde, beschäftigten sich die Ortschaftsräte in ihrer vergangenen Sitzung ein weiteres Mal mit diesem Problem.

„Wir wollen noch einmal mit der Stadt in Verhandlung treten. Unser Anliegen war ja, dass in der Feldstraße nur einseitig geparkt werden darf“, erklärte Ortsbürgermeisterin Grit Oelze. Mitarbeiter der Stadt kamen, maßen die Straße aus und erklärten die Fahrbahnbreite für ausreichend.

Torsten Pilzecker, Leiter der Ortsfeuerwehr Miesterhorst, kennt das gleiche Problem von der Siemsstraße in Mieste: „Dort gibt es ein einseitiges Parken. Es wurde errichtet, nachdem die Feuerwehr erklärt hatte, dass ein Passieren der Straße mit ihren Fahrzeugen nicht möglich ist.“ Pilzecker informierte, dass die Siemsstraße eine Breite von 6,55 Meter hat und die Feldstraße mit 5,70 Metern wesentlich schmaler ist. „Das einseitige Parken ist wichtig, damit wir mit unseren Rettungsfahrzeugen überhaupt durchkommen.“ Das zweite Problem wäre das Parken vor der Kindertagesstätte „Pusteblume“. Torsten Pilzecker und auch Ortsbürgermeisterin Grit Oelze seien wegen der unbefriedigenden Situation angesprochen worden. Alle Erzieher der Kita kommen von auswärts mit dem Auto zur Arbeit. Auch die meisten Kinder würden mit dem Auto in die Einrichtung gebracht und wieder abgeholt werden.

Kita-Leiterin Bianka Micklich (Foto) und die Erzieher der Kita „Pusteblume“ würden es begrüßen, wenn der Zaun an das Gebäude zurückgesetzt wird. So könnten zusätzlich Parkplätze geschaffen werden. Die Grünfläche werde eh nicht genutzt. 

Der Ortschaftsrat hatte gegenüber der Stadt den Vorschlag geäußert, den Zaun von der Straße bis an das Kita-Gebäude zurückzubauen und ähnlich einer Fischgrätenanordnung zusätzlich Parkplätze zu schaffen. „Dieser Vorschlag wurde seinerzeit von der Stadt abgeschmettert, weil das Problem von der damaligen Kita-Leiterin nicht für notwendig erachtet wurde“, sagte Grit Oelze. Das sieht die neue Pusteblumen-Leiterin Bianka Micklich anders: „Die Eltern haben noch mal den Wunsch geäußert, dieses Thema aufzugreifen.“ Viele Eltern würden zu den Stoßzeiten, morgens oder nachmittags, vor der Kita parken. Das ist verboten, weil es sich um eine gepflasterte abgesenkte Fläche handelt. Erwischt das Ordnungsamt jemanden, gibt es ein Knöllchen. Auch das Parken vor dem Tor ist nicht zulässig, da es sich um eine Zufahrt für die Feuerwehr und Notfahrzeuge handelt.

Der Rückbau des Zaunes bis an das Gebäude wäre eine Alternative, mit der alle leben könnten. Die nicht vom Spielplatz abgetrennte Fläche hat eine Breite von knapp drei Metern, muss gepflegt werden und ist für die Kinder tabu. „Unerlaubtes hat aber seinen Reiz. Trotz Verbot verstecken sich immer wieder mal Kinder in diesem Areal, laufen um das Haus herum“, weiß Bianka Micklich. Mit dem Rückbau könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die Erzieher hätten die Kinder jederzeit im Blinkwinkel und vier bis fünf Parkplätze könnten geschaffen werden. Der Ortschaftsrat bittet die Stadt nun eindringlich, sich entsprechend der Gefahrenabwehr und zwecks Gewährleistung der Sicherheit in der Feldstraße, die von der Gemeinde angeregten Vorschläge noch mal aufzugreifen, die Situation zu prüfen und der Umsetzung des Vorhabens wohlwollend zuzustimmen.

Von Renate Heinze

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