Miesterhorster Zirkus dankt für erste Spenden

Noch 20000 Euro für neues Zirkuszelt nötig

Zirkusdirektor Renaldo Weisheit und Christa Weisheit stehen bei den Zebras des Zirkus Maximus in Miesterhorst
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Zirkusdirektor Renaldo Weisheit und Christa Weisheit danken allen für die bisherigen Spenden. Sie hoffen, dass sie ab Mai wieder mit ihren Tieren auf Tournee gehen können.

Ende Januar hatten die Schneemassen das Zelt vom Zirkus Maximus in Miesterhorst zerstört. Ein sofortiger Hilferuf brachte bisher Spenden in Höhe von 5200 Euro auf das Konto. Rund 20000 Euro werden noch gebraucht.

Miesterhorst – Das Geld kam überwiegend aus der Region, unter anderem aber auch aus Berlin, Leipzig und Halle. Für den Zirkusdirektor Renaldo Weisheit ist ein großes Bedürfnis, sich im Namen der Artistenfamilie bei allen Unterstützern und Sympathisanten zu bedanken. Ein besonderer Dank galt der Hansestadt Gardelegen mit ihrer Bürgermeisterin Mandy Schumacher. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen hinter ihrem Zirkus stehen“, sagte Renaldo Weisheit.

Altes Zirkuszelt zu reparieren ist „unverantwortlich“.

Trotzdem sei es schon deprimierend, den Platz auf dem Außengelände hinter der Scheune zu betreten, so der Zirkusdirektor: „Der Platz ist beräumt, die Plane mithilfe der Miesterhorster Feuerwehr an die Seite geschafft. Die Hauptträger stehen noch, auch die Erdnägel, mit denen das Zelt befestigt wurde, stecken. Ich mag da aber gar nicht mehr hinschauen. Der Anblick zieht mich immer wieder runter.“ Das 16 mal 16 Meter breite und 7,50 Meter hohe und vier Jahre alte Zelt, in dem die Tiere trainiert wurden und sich auch die Artisten körperlich fit hielten, ist entlang der Hauptnaht auseinandergebrochen und nicht mehr zu gebrauchen. „Die Plane besteht aus Ölen und chemischen Stoffen. Sie ist ständig den unterschiedlichsten Witterungseinflüssen ausgesetzt und mit der Zeit porös geworden. Es wäre zu teuer und unverantwortlich, sie reparieren zu lassen und wieder aufzustellen“, stellte der Zirkusdirektor fest. In Berlin wurde eine Firma gefunden, die eine neue Plane anfertigen will. Eine erste Anzahlung zur Anschaffung des Materials wurde bereits mittels der Spendengelder getätigt. Doch das Geld reicht nicht aus, es fehlen noch 20 000 Euro. „Wir hoffen, dass wir das Geld zusammenbekommen und bitten um weitere Spenden.“ Bereits 2020 gab es für die 20 Artisten und 30 Tiere kaum Auftritte. Mit Sammelaktionen vor vier Supermärkten wurde sich über Wasser gehalten. „Wir hätten im vergangenen Jahr kurzfristig für sechs Wochen auf Tournee gehen können. Unsere Gastspielorte, die wir zwei bis drei Jahre vorher buchen, wären zu der Zeit aber in Bayern gewesen. Wir haben uns gefragt, ob wir dieses Risiko eingehen wollen. Nachher wären wir irgendwo gestrandet und nicht wieder nach Hause gekommen.“

Futterspenden für die Zirkustiere

Neben Geldspenden kann der Zirkus Maximus auch mit Futterspenden rechnen. So wollen unter anderem verschiedene Mühlenbetriebe und Landwirte aus der Region Heu, Möhren, Melasseschnitzel, Hafer und Pellets zur Verfügung stellen. „Wir sind dankbar für jede Hilfe, die wir bereits bekommen haben und noch erfahren dürfen. Und wir hoffen, dass es ab Mai für uns wieder heißt: Manege frei“, sagte Renaldo Weisheit, der die Einrichtung eines Online-Spendenkontos plant.

Außerdem können Spenden unter dem Stichwort „Spende Zirkuszelt“ auf das Konto der Postbank Nürnberg, Inhaberin Christa Weisheit, DE67 7601 0085 0330 894857, eingezahlt werden.

VON RENATE HEINZE

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