„Ich möchte, dass es erhalten bleibt“

Michael Fuhrmann ist der neue Ortschronist für Zichtau

Martin Fuhrmann zeigt seine Sammlung
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Der neue Ortschronist Michael Fuhrmann möchte, dass die Geschichte Zichtaus für die Nachwelt erhalten bleibt.

Michael Fuhrmann ist zukünftig für die Ortschronik Zichtaus verantwortlich. Er führt führt die Arbeit als Ortschronisten des verstorbenen Günter Gräfe fort.

Zichtau – Egal ob Postkarten, Fotos, Urkunden oder Zeitungsartikel für Michael Fuhrmann gehört das alles zur Ortschronik. Der 69-Jährige, der seit dem 1. Mai 1998 in Zichtau wohnt, führt die Arbeit als Ortschronisten des verstorbenen Günter Gräfe fort. „Ich würde mich aber eher als Heimatpfleger bezeichnen“, sagt Michael Fuhrmann.

Der gebürtige Halberstädter kam 1978 durch die Armee nach Kalbe in die Altmark. Nach Zichtau zog es ihn und seine Frau der Anbindung halber: „Wir sind eigentlich hergekommen, um näher an der B 71 zu sein. Damit wir schneller zu unserer Familie kommen können. Ein bisschen habe ich auch auf die A 14 gehofft“, lacht Michael Fuhrmann. Seitdem interessiert sich der Rentner für die Geschichte Zichtaus und Umgebung und hat begonnen, Informationen zu sammeln. „Aber als Rentner wurde es immer mehr“, erklärt er, der lange für einen regionalen Verlag tätig war. Dabei kommt ihm zugute, dass er gerne und viel fotografiert.

Die Geschichte Zichtaus ist breit gefächert. Wann Zichtau entstanden ist, kann auch Michael Fuhrmann nicht genau sagen: „Einige sagen, dass es über 1000 Jahre alt. Die anderen sagen, dass Zichtau das erste Mal 1420 erwähnt wurde.“ Der Zichtauer ist sehr an der Geschichte interessiert. Daher hat er auch schon früh angefangen, Fotos und Ähnliches zu sammeln. „Das ist nicht für jeden was. Da steckt dann viel Lust und Liebe hinter“, meint Michael Fuhrmann.

In den vergangenen Jahren ist viel für die Ortschronik Zichtaus zusammengekommen. Jedoch in welcher Form die Chronik zukünftig erscheinen soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Dazu wird es noch Besprechungen im Ortschaftsrat geben. Für den 69-Jährigen ist es nur wichtig, dass die Geschichte in eine Struktur gebracht wird. Bisher wurden Vorträge gehalten, das möchte Michael Fuhrmann auch beibehalten. Außerdem können Postkarten gekauft werden und seit 2014 gibt es einen Kalender. „Ich möchte, dass es für die Nachwelt erhalten bleibt“, betont Fuhrmann.

Der Zichtauer kann sich aber auch vorstellen, dass eine Chronik oder ein Bildband veröffentlicht wird.

In den 23 Jahren hat Michael Fuhrmann eine Menge an Material gesammelt. „Ich kann aber nicht sagen, wie viel es ist“, erzählt der Zichtauer. Vieles davon hat er auch von Bürgern bekommen. „Ich freue mich, wenn die Leute etwas auf dem Dachboden finden und es mir bringen, anstatt es wegzuschmeißen“, sagt Michael Fuhrmann.

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