Maik Machalz beerbt den ausscheidenden Klaus Richter als Vize-Bürgermeister

„Er hat mein Vertrauen“

Der bisherige Vize-Bürgermeister und sein Nachfolger: Klaus Richter (links) scheidet aus dem Rathaus aus, Kämmerer Maik Machalz ist künftig der Stellvertreter von Konrad Fuchs. Fotos (2): Schmidt

Gardelegen. Normen Gadiel sorgte für eine fast halbstündige Verzögerung.

Das Stadtratsmitglied aus der Gemischten Fraktion stimmte als Einziger für eine geheime Wahl des neuen Vize-Bürgermeisters – somit mussten alle Stadträte einzeln in einem Nebenzimmer des Gardelegener Rathaussaales wählen gehen. Für eine Wahl, die eigentlich nur Formsache war. Denn es ging am Montagabend um die Benennung eines neuen stellvertretenden Bürgermeisters. Der tritt dann auf den Plan, wenn Gardelegens Stadtoberhaupt Konrad Fuchs nicht im Dienst ist – urlaubs- oder krankheitsbedingt. 19 Jahre lang hatte dieses Amt Klaus Richter inne. Der städtische Schul-, Sport-, Kultur- und Jugendamtsleiter wurde im Dezember 1994 von der damaligen Bürgermeisterin Hannelore von Baehr für diesen Posten vorgeschlagen. Nun geht Klaus Richter in Rente, beginnt mit der Freizeitphase der Altersteilzeit. Und ein Nachfolger musste her.

Konrad Fuchs schlug Maik Machalz vor. Der 41-Jährige ist seit 1996 Kämmerer in Gardelegen und verbeamtet. „Er hat mein besonderes Vertrauen“, begründete Fuchs seinen Vorschlag.

Zwar gab es nur diesen einen Kandidaten. Normen Gadiel bestand aber – noch bevor klar was, dass Machalz Vize-Bürgermeister werden soll – auf eine geheime Abstimmung. Die ergab einen ungültigen Stimmzettel sowie 27 Ja-Stimmen für Maik Machalz.

Der dreifache Familienvater lebt in Letzlingen und gehört seit 1992 der Gardelegener Stadtverwaltung an. Im Jahr 1991 vollzog er eine Ausbildung in Gardelegens Partnerstadt Waltrop.

Der scheidende Klaus Richter wurde von Konrad Fuchs als „absolut loyaler Mensch“ bezeichnet. Richter sei „einer der wertvollsten Mitarbeiter“ in der Stadtverwaltung, auf den man sich „absolut verlassen“ könne. „Ich verneige mich vor Deiner Arbeit“, lobte Fuchs seinen bisherigen Stellvertreter, der „sich gerne eher in der zweiten Reihe aufhält“. Richter sei ihm „nie in den Rücken gefallen.“ Schon vor Jahrzehnten habe man sich, erinnert sich Fuchs, kennengelernt. „Auf dem grünen Acker“, also auf dem Fußballfeld – Richter war Stürmer, Fuchs spielte im Mittelfeld.

Kai-Michael Neubüser, Gardelegens Stadtratsvorsitzender, lobte Richter ebenfalls. Ihn zeichnete „Leidenschaft, Augenmaß und Loyalität aus“. Und noch etwas: „Klaus Richter sah man nie im Gesicht an, ob er einem zustimmt oder nicht.“ Eine Eigenschaft, erklärte Neubüser augenzwinkernd, „an der ich selbst noch arbeite“.

Von Stefan Schmidt

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