Vor allem wegen der hohen Baupreise: Kinderzentrum in Estedt wird deutlich teurer als geplant

Mehrkosten von 700.000 Euro

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Das derzeit im Bau befindliche Kinderzentrum in Estedt wird deutlich teurer als eigentlich geplant. Das hat auch Auswirkungen auf den Doppel-Haushalt für die Jahre 2019 und 2020. 

Estedt. Die Baupreise schnellen seit Monaten in die Höhe. Die Firmen haben größtenteils volle Auftragsbücher. Das spüren nicht nur Privatleute, die eine Baumaßnahme planen. Das spürt auch die Stadt Gardelegen.

Denn die Kommune lässt in Estedt ein neues Kinderzentrum bauen. Doch die bisher errechneten Gesamtkosten in einer Höhe von etwas mehr als zweieinhalb Millionen Euro werden nicht ausreichen – bei weitem nicht. Ab der kommenden Woche beraten die Stadtratsmitglieder in den Fachausschüssen und abschließend am Montag, 17. September, auch im Stadtrat über die Mehrkosten für diese Maßnahme. Und die liegen bei 700.000 Euro.

Geld, das vor allem deshalb zustande kommt, weil bei den bisher ausgeschriebenen 19 Gewerken die Preise um durchschnittlich 20 Prozent höher liegen als veranschlagt. Dies hänge „mit der rasanten Preisentwicklung für Bauarbeiten“ zusammen, teilt das Bauamt in einer Begründung mit. Deshalb sei es „zu erwarten, dass auch die Ausschreibungen der übrigen Gewerke eine derartige Kostensteigerung ergeben.“

Das ist aber noch nicht alles. Knapp 100.000 Euro muss die Stadt zusätzlich aufwenden, weil „in den beiden Bestandsgebäuden der Kita weitere Leistungen erbracht werden mussten“. So seien einige der Decken dermaßen in ihrer Stabilität eingeschränkt, „dass sie erneuert werden mussten“, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

Die Mehrkosten werden einerseits aus dem 2018-er Ergebnishaushalt der Stadt gedeckt. Und zwar zur Hälfte. Die anderen 350.000 Euro muss die Stadt in den Investitionshaushalt des anstehenden Doppel-Haushalts für die Jahre 2019 und 2020 stecken. Dieser Doppel-Haushalt muss allerdings vom Stadtrat erst noch beschlossen werden.

Der zentrale Gebäudekomplex auf dem Gelände der ehemaligen Estedter Grundschule besteht künftig aus Kita, Krippe und Hort. Gefördert wird diese Maßnahme zu 90 Prozent aus dem Landesprogramm Stark V. Der Bescheid wurde im April 2017 durch Landes-Finanzminister André Schröder überreicht.

Von Stefan Schmidt

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