2013 wird in der Gardelegener Stadtverwaltung das Jahr der Ruheständler / Umstrukturierung

Mehrfach-Abschiede im Rathaus

Noch gibt es in der Gardelegener Stadtverwaltung insgesamt fünf Ämter. Das wird sich im nächsten Jahr voraussichtlich ändern. Auch deshalb, weil mehrere Amtsleiter aufhören.
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Noch gibt es in der Gardelegener Stadtverwaltung insgesamt fünf Ämter. Das wird sich im nächsten Jahr voraussichtlich ändern. Auch deshalb, weil mehrere Amtsleiter aufhören.

Gardelegen. „Das wird, was die Personalpolitik angeht, ein durchaus spannendes Jahr. “ Dies sagt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs. Und meint die Vorruhestands- und Altersteilzeitregelung, die die Stadt seit geraumer Zeit mit ihren Mitarbeitern vereinbart.

Zwar werde niemand gezwungen, vorzeitig in die Freizeitphase zu gehen, wie Fuchs betont. Aber: In jüngster Vergangenheit haben mehrere Mitarbeiter, vor allem in den Kindereinrichtungen, diese Möglichkeit genutzt.

Dies geschieht bald auch verstärkt in der Gardelegener Kernverwaltung. Denn dort gehen im Jahr 2013 allein zwei Amtsleiter in den Ruhestand. Dies sind der derzeit amtierende Ordnungsamtsleiter Heiko Hirsch, der im Frühjahr seinen Schreibtisch räumen wird, und Kulturamtsleiter Klaus Richter, der auch gleichzeitig das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters ausübt. Richter wird im Herbst in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet.

Was zur Folge haben wird, dass von den derzeit fünf Ämtern – Hauptamt, Kulturamt, Bauamt, Ordnungsamt und Kämmereiamt – mindestens ein Amt aufgelöst wird, es also mindestens eine Ämterfusion geben wird. Wie dies genau aussehen soll, darüber soll demnächst der städtische Hauptausschuss befinden.

Eine solche Ämterzusammenlegung ist keine neue Idee. Vor allem die frühere CDU-Stadtratsfraktion hatte dies immer wieder angemahnt. Und zwar noch vor der Gebietsreform, also im alten Gardelegener Kernstadtgebiet. Dann kam eben diese Reform mit zusätzlichen Aufgaben und der Zusammenführung zweier bis dahin eigenständiger Verwaltungsstrukturen – die Ämterfusion wurde erstmal beiseite gelegt. Nun gehen zwei Amtsleiter in den Ruhestand – ein guter Zeitpunkt, um neue Strukturen zu schaffen.

Nach Hause geht auch bald Bauamts-Mitarbeiter Erwin Benecke. Er nutzt ebenfalls die Altersteilzeit-Regelung. Bereits gegangen ist Christa Mühe, die in den 1990-er Jahren Bauamtsleiterin in der damaligen Verwaltungsgemeinschaft Gardelegen-Land war. Und: Auch Gardelegens Wirtschaftsförderer Peter Timme hört im Jahr 2013 auf. Timme hatte sich im Jahr 2008 als Kandidat für das Gardelegener Bürgermeisteramt beworben, scheiterte aber deutlich an Amtsinhaber und seinem eigenen Vorgesetzten, Konrad Fuchs. Peter Timmes Stelle soll nach Angaben von Fuchs neu aufgestellt werden. Neben Wirtschaftsförderung kümmert sich der Timme-Nachfolger außerdem um den Bereich Tourismus und Gewerbe. Ob Timmes Posten aus dem Hause selbst oder durch eine externe Person besetzt wird, steht ebenfalls noch nicht fest.

Von Stefan Schmidt

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