Freiflächensolarstromanlage zwischen Eisenbahntrasse und Bundesstraße geplant

Mehrere Anfragen für Fotovoltaikanlagen in Mieste

Die Fotovoltaikanlage soll zwischen Mieste und Wernitz zwischen der Eisenbahntrasse und der Bundesstraße entstehen.
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Die Fotovoltaikanlage soll zwischen Mieste und Wernitz zwischen der Eisenbahntrasse (links im Hintergrund) und der Bundesstraße entstehen.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Mehrere Anfragen für Fotovoltaikanlagen gibt es für Mieste und Wernitz. Ein Vorhaben wurde dem Ortschaftsrat bereits vorgestellt. Die Anlage soll zwischen beiden Orten zwischen Eisenbahntrasse und Bundesstraße entstehen.

Mieste / Wernitz – Zwischen Mieste und Wernitz könnte eine Fotovoltaikanlage entstehen. Das Vorhaben stellte Clemens von König von SESP (South Eastern Solar Projects) am Freitagabend im Ortschaftsrat vor. Die Freiflächensolarstromanlage soll zwischen der Eisenbahntrasse und der Bundesstraße zwischen den beiden Ortschaften entstehen, wie es auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorsieht, erklärte er. Laut diesem sollen Freiflächensolarstromanlagen möglichst auf solchen Flächen oder beispielsweise auch auf ehemaligen landwirtschaftlichen oder industriellen Anlagen entstehen.

Die Fläche der Fotovoltaikanlage zwischen Mieste und Wernitz ist 13,38 Hektar groß. Ortschaftsratsmitglied Eric Wilke sah die nahe Lage der Freiflächensolarstromanlage an der Wohnbaubebauung bei Wernitz kritisch. Clemens von König erklärte, dass es flexibel sei, wie die Anlage gestaltet werde, sie könnte also auch weiter weg von den Wohnhäusern entstehen und auch ein Sichtschutz aufgestellt werden. Es müssen zudem 20 Meter Abstand zur Eisenbahntrasse und zur Bundesstraße gesetzlich eingehalten werden.

Die Gesamtleistung beträgt 14,7 Megawatt. Mit dem erzeugten Strom können etwa 3000 Haushalte versorgt werden. Eine Anbindung an den Netzbetreiber wurde bereits angefragt, damit die Kapazität reserviert werden kann, um den erzeugten Strom dann auch ins Netz zu bringen, erläuterte Clemens von König. Laut ihm ist die Anlage für 20 Jahre geplant. Es kann zweimal um fünf Jahre verlängert werden. Nach maximal 30 Jahren Nutzung kann die Freiflächensolarstromanlage wieder abgebaut werden. Die Fläche ist eingezäunt und kann beweidet werden. Clemens von König schlug vor, dass die Bürger eine Bürgerenergiegenossenschaft gründen könnten, um sich an der Fotovoltaikanlage zu beteiligen.

Bevor aber eine weitere Planung für diese Anlage erfolgt, erstellt die Stadt Gardelegen ein gesamträumliches Planungskonzept für Freiflächen-Fotovoltaikanlagen, da es vermehrt dafür Anfragen auf Flächen in der Einheitsgemeinde gibt (AZ berichtete). Dennoch gab es bereits Gespräche mit den Eigentümern der Fläche zwischen Mieste und Wernitz, einige Verträge stehen kurz davor abgeschlossen zu werden, erzählte Clemens von König. Er habe einen Antrag für den Bau der Freiflächensolarstromanlage schon bei der Stadt eingereicht.

Ortsbürgermeister Andy Neubauer informierte anschließend, dass es mehrere Anfragen für Fotovoltaikanlagen für Mieste gebe und dass auch die anderen Interessenten ihre Vorhaben zunächst vorstellen sollen. Es sei wichtig, dass sich der Ortschaftsrat dabei einbringe und deutlich mache, wo solche Anlagen möglich sind und wo nicht. „Nicht, dass wir am Ende ein Ort sind, der komplett verspiegelt ist“.

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