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Ein tierisch musikalischer Konzertabend in der Gardelegener Nikolaikirche

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Von: Stefan Schmidt

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Drei Musiker
„Stione and flow“ spielte in der Nikolaikirche © Stefan Schmidt

Musik an einem lauen Sommerabend gab es in der Gardelegener Nikolaikirche.

Gardelegen – Ihre Heimat ist der amerikanische Bundesstaat Indiana. Das erzählte Elisabeth Shallers-Wagner am Sonnabend während des Konzerts in der Ruine der Gardelegener Nikolaikirche. „Da sieht es fast genauso aus wie hier in der Altmark“, so die Deutsch-Amerikanerin. „Nur gibt es da keine alten Kirchen“ wie die Nikolaikirche. Und so fand die Sängerin der Formation „Stone and flow“ das abendliche Freiluft-Ambiente trotz anfänglicher Bedenken („Ich wollte erst drinnen spielen. Aber da sagten meine beiden anderen Musiker: Dann fahren wir wieder nach Hause“) inspirierend.

„Stone and flow“, das sind neben der Sängerin und Gitarristin der Jazz-Schlagzeuger Lutz Eckstedt sowie der „Multi-Instrumentalist“ Ronny Heckel. Das Trio aus Stendal unterhielt die mehr als 50 Zuhörer in der Nikolaikirche mit Folk-Songs, aber auch mit tierischen Liedern. So sang Shallers-Wagner über „Cats Eye“, also Katzenaugen. Das sei doch ein paradiesisches Leben, sinnierte die Frontfrau, die selbst eine Katze hat: „Den ganzen Tag faul in der Sonne liegen, zwischendurch aufstehen und fressen, dann Miau machen.“

Auch einen alten Hund besitzt die Frau. Und so hieß das nächste Lied „Old Dog.“ Alte Hunde, so Shallers-Wagner, „stehen oft im Weg rum und riechen komisch“. Und so stimmte sie das Lied augenzwinkernd „für all die alten Hunde unter uns“ an. Was folgte, war ein Lied über Schinpansen („Meine-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßmutter war ein Schimpanse“) und über Motten, die das Licht suchen – so wie die Künstler von „Stone and flow“ eben auch.

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