Bringt die Geschwindigkeitsbegrenzung überhaupt etwas?

Tempolimit auf der B188: „Die Masse ist schneller“

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Seit September gilt in der Ortslage von Kloster Neuendorf ein generelles Tempolimit für Lastwagen. Im Ortschaftsrat gibt es unterschiedliche Ansichten über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme.

Kloster Neuendorf. „Mein Eindruck ist: Es ist nicht mehr so schnell wie noch vor zwei oder drei Jahren.“ Das sagt Kloster Neuendorfs Ortsbürgermeister Andreas Höppner zum Tempolimit auf der Ortsdurchfahrt, der Bundesstraße 188.

Seit September gilt dort generell – also tagsüber, aber auch nachts – eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für alle Lastwagen.

Während einige Mitglieder des Ortschaftsrates glauben, dass diese Maßnahme bisher kaum etwas gebracht hat („Die Masse fährt schneller als erlaubt durch“), ist der Ortsbürgermeister da etwas anderer Ansicht. Zumal es bereits mehrere Geschwindigkeitskontrollen seitens der Polizei gegeben habe „und ich einige Autofahrer kenne, die tatsächlich ihre Fahrerlaubnis abgeben mussten“, wie Höppner während der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates erklärte.

Dennoch gab es Überlegungen, die das Gefahrenpotenzial noch weiter verringert werden kann. Ins Spiel kamen Schikanen, wie es sie am Ortseingang von Jävenitz, aus Richtung Kloster Neuendorf kommend, bereits gibt. Solche Verkehrsinseln könnten die Geschwindigkeiten an der Ortseinfahrt verringern – aber auch für mehr Lautstärke sorgen, wenn der Fahrer anschließend wieder aufs Gaspedal tritt.

Andreas Höppner will nun nochmal mit der Gardelegener Stadtverwaltung sprechen, um auszuloten, ob es Möglichkeiten gibt, die Ortsdurchfahrt in Kloster Neuendorf weiter zu entschärfen.

Von Stefan Schmidt

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