Rollenspiele, Umzug und Bläserklänge / Kälte mit heißem Tee verscheucht

Martinsfest im Feuerschein

Der Miester Posaunenchor gab beim Martinsfest in Dannefeld einen Vorgeschmack auf die Adventszeit. Mit wunderschönen Melodien umrahmte das Ensemble nach dem Umzug durch das Dorf den Abend. Fotos (2): Osmers

Dannefeld. Die Wege des Herrn sind unergründlich. Wenige Stunden vor dem Martinsfest-Gottesdienst in Dannefeld versagte der erkälteten Pastorin Kornelia Schulz am Sonnabend auch noch komplett die Stimme.

Kurzerhand führte ihre 21-jährige Tochter Claudia durch den Gottesdienst und setzte gemeinsam mit Kindern aus der Christenlehre modernisierte Rollenspiele rund um den Heiligen Martin und den armen Bettler in Szene. Fazit: Man muss nicht immer seinen Mantel teilen, um Gutes zu tun. Manchmal kann es auch ein Spielzeug sein oder einfach die Zeit, die man mit einem Menschen teilt.

Das konnten die kleinen und großen Dannefelder anschließend gleich ausprobieren. Beim Laternenumzug durch das Dorf gab es für Kinder wie Erwachsene reichlich Gelegenheit, den Mitmenschen ohne die sonst oft herrschende Alltagshektik wieder einmal ganz genau zuzuhören. Mit selbstgebastelten Laternen, Lampions und Fackeln zogen die Dannefelder – begleitet von der Freiwilligen Feuerwehr – zum Sportplatz, wo kurz nach dem Eintreffen des Martinsumzuges von den Kameraden der Feuerwehr ein riesiges Herbstfeuer entzündet wurde.

Nicht nur die lodernden Flammen verscheuchten die aufsteigende Kälte. Für zusätzliche Gemütlichkeit und warme Hände sorgten dann Glühwein, Tee und Kinderpunsch. Und auf dem Grill bruzzelten derweil schon die lecker duftenden Bratwürste.

Einen ersten Vorgeschmack auf die nahe Adventszeit gab beim Martinsfest in Dannefeld zudem der Miester Posaunenchor, der vor der Kulisse des flackernden Feuers mit wunderschönen Melodienen eine besinnliche Atmosphäre zauberte.

Von Dirk Osmers

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