Letzlingens Grundschüler setzen auf moderne Technik / Anträge möglich

Arbeiten mit digitalen Tafeln: „Man spart viele Geräte“

+
Lilly findet die digitale Tafel im Unterrichtsraum der Letzlinger Grundschule toll. Die Einrichtung hat bereits die zweite Tafel dieser Art erhalten. Auch in Mieste und der Goethe-Grundschule soll es in diesem Jahr noch solche Anschaffungen geben.

Letzlingen. Manchmal ist es gar nicht so einfach, oben links an das Kästchen zu kommen und dort draufzudrücken – einige der Letzlinger Grundschüler sind dazu fast zu klein.

Aber anschließend öffnet sich ein neues Fenster – und das soeben Geschriebene kann weggewischt werden. Wie mit Zauberhand.

So funktioniert die digitale Tafel, die es seit kurzem in der Letzlinger Grundschule gibt. Es ist bereits die Zweite dieser Art in der Einrichtung des Heidedorfes. Und Lehrerin Dörthe Glaue ist ganz begeistert: „Man spart ganz viele Geräte. “ Denn die digitale Tafel, für 5000 Euro von der Stadt angeschafft, vereint alles in einem. Kein Kabelsalat, keine Steckdosen, keine zusätzlichen Leitungen: Die digitale Tafel hat alles in sich. „Im Prinzip ist das wie ein Computer mit einem großen Bildschirm“, ist die Lehrerin begeistert. Und auch die Schüler, so versichert sie, seien angetan und „lernen die Handhabung ganz schnell“.

Genutzt werden kann die Tafel für nahezu alle Fächer. Die Lehrkräfte, so berichtet Letzlingens Schulleiterin Silvia Lehmann, seien vor Ort geschult worden. Genutzt wird die Tafel jedoch nicht von allen der 75 Mädchen und Jungen: „Die ganz Kleinen sollen erstmal Lesen und Schreiben lernen“, sagt die Schulleiterin. Vorrangig wird die digitale Tafel deshalb im Unterricht der dritten und vierten Klassen angewandt.

Grundsätzlich kann jede der kommunalen Schulen im Gardelegener Stadtgebiet eine solche digitale Tafel bekommen. Bedingung: Bei der Stadt muss ein Antrag gestellt werden. „Wir haben mit der ersten Tafel, die wir im Jahre 2012 erhalten haben, nur positive Erfahrungen gemacht“, sagt Silvia Lehmann. Also habe man sich entschlossen, eine zweite Tafel zu beantragen. Und: „Die Lehrer müssen das auch wollen“, betont Letzlingens Grundschulleiterin. „Was bringt einem die schönste Tafel, wenn man sie nicht bedienen kann?“

Für dieses Jahr sind noch zwei weitere digitale Tafeln bestellt. Nutznießer sind die Grundschule in Mieste und die Gardelegener Goethe-Grundschule.

Von Stefan Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare