Machbar, aber nur mit Sponsoren

Inmitten des Rosengartens auf dem Gardelegener Wall standen während des Sachsen-Anhalt-Tages Ortsschilder der Umlanddörfer aus Styropor. Für eine dauerhafte Aufstellung müssten sich aber Sponsoren finden. Foto: Osmers

Gardelegen. Sie waren ein absoluter Blickfang. Die Ortsschilder aus Styropor, die während des Sachsen-Anhalt-Tages in Gardelegen vor knapp drei Wochen auf dem Wall aufgebaut waren. Studenten der Hochschule Anhalt hatten dieses Projekt ermöglicht, mit verantwortlich war Marcel Heins aus Seethen. Er und seine Kollegen hatten fast alle der 48 neuen Ortsteile der mittlerweile von der Fläche her drittgrößten Stadt Deutschlands zusammengebastelt und im Bereich des Rosengartens auf dem Wall verteilt. Viele Besucher, die dort entlang schlenderten, staunten, freuten sich und suchten sich „ihren“ Ort heraus.

Nicht nur Gudrun Gerecke, berufene Bürgerin im Gardelegener Stadtrat, fand während des jüngsten Stadtrates, dass diese aufgestellten Ortsschilder durchaus für immer auf dem Wall stehen könnten. Als Referenz an die vielen Ortsteile. Aber auch als Information für Gäste, was alles zur Stadt Gardelegen gehört. Gereckes Ansicht ist keine Einzelmeinung: Auch andere Besucher des Landesfestes würden eine dauerhafte Aufstellung dieser Schilder begrüßen.

Marcel Heins hat grundsätzlich nichts dagegen. Das erklärte er gestern in einem Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Allerdings: Die Styroporschilder vom Sachsen-Anhalt-Tag gibt es nicht mehr. Sie wurden noch am Abend des letzten Landesfest-Tages abgebaut. „Aber die Ortsnamen auf Stahlplatten zu verewigen das wäre grundsätzlich möglich“, sagt er. Auch die Hochschule würde wohl, sollte es eine konkrete Anfrage geben, nicht Nein sagen, ist er sich sicher.

Unklar ist aber die Finanzierung. Denn die Herstellung solcher Ortstafeln kostet Geld. „Vielleicht finden sich ja einige Sponsoren“, regt er an. „Ein bisschen Geld müsste dafür schon ausgegeben werden.“ Firmen oder Privatpersonen aus den jeweiligen Orten können ja „ihr“ Ortsschild finanzieren, schlägt Marcel Heins vor. „Das könnte sogar einen Domino-Effekt bewirken.“ Soll heißen: Steht das eine Ortsschild in Gardelegen auf dem Wall, könnte der Nachbarort irgendwann nachziehen. „Von der Idee her finde ich das gut“, betont Marcel Heins.

Neben der Finanzierung könnte es noch zwei weitere Hürden geben. Nämlich den Denkmalschutz, der für eine dauerhafte Aufstellung inmitten der Natur zustimmen müsste. Und die Frage des Vandalismus. Beim Landesfest wurden bereits mehrere dieser Styroporschilder beschädigt. Deshalb wurden sie auch kurzfristig zentral am Rosengarten und somit unter Aufsicht aufgestellt.

Von Stefan Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare