Miester Pfadfinder feiern Thinkingday als Zeichen weltweiter Verbundenheit

Mit Lilie und Kleeblatt

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Derzeit gehören der Pfadfindergruppe 29 Mädchen und Jungen im Alter bis zu 18 Jahren aus Mieste und Umgebung an. Einige fehlten krankheitsbedingt am Thinkingday. Die Lilie auf der Fahne ist neben dem Kleeblatt ein zentrales Symbol der Pfadfinderbewegung.

Mieste. Den gemeinsamen Geburtstag von Olave (1889 bis 1977) und Robert Baden-Powell (1857 bis 1941) am heutigen 22. Februar feierten am Dienstag die Pfadfinder aus Mieste.

Das Ehepaar aus England hatte sich große Verdienste in der Pfadfinderbewegung, die 1907 von Robert Baden-Powell gegründet wurde, erworben. Seine Frau war eine einflussreiche Leiterin der Pfadfinderinnenbewegung.

Es war für die Miester Pfadfinder quasi ein Tag der offenen Tür: Um sich selbst, ihre Ziele und die Arbeit vorzustellen, hatten die Kinder und Jugendlichen unter Leitung von Gemeindepädagogin Christel Schwerin Eltern und interessierte Bürger in den Riesebergsaal eingeladen. Dafür hatten die Pfadfinder selbstständig ein Programm auf die Beine gestellt. Carla Weckwerth und Tabea Trüe stellten zum Beispiel ihre Pfadfinderbluse vor und welche Bedeutung bestimmte Embleme haben. Die Besucher erfuhren, dass die Lilie auf der Fahne neben dem Kleeblatt ein zentrales Symbol der Pfadfinderbewegung ist und die Farben der Tücher einer bestimmten Altersgruppe zuzuordnen sind. Stammesleiter Aaron Kath erzählte unter anderen etwas zur Stufenkonzeption der Pfadfinder.

Wie Christel Schwerin sagte, wird dieser Thinkingday (Gedenktag) seit 1932 als Zeichen weltweiter Verbundenheit und Solidarität gefeiert. In manchen Pfadfinderverbänden tragen die Jugendlichen an diesem Tag die Pfadfinder-kluft, um sich auf diese Weise öffentlich zur Pfadfinderbewegung zu bekennen. So auch Merle Lehnert, Nelli Schmidt, Neele Preetz und Emma Plock, die am Dienstag mit der entsprechenden Kleidung zum Unterricht in das Gymnasium Gardelegen und in die Grundschule Mieste kamen.

„Wir laden zum Beispiel Leute ein, das Pfadfinden kennenzulernen. Die Jugendlichen selbst erzählen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, ihren persönlichen Eindrücken bei Veranstaltungen, Einsätzen und Fahrten. So frei vor anderen Leuten zu sprechen, ist sicherlich für manchen nicht so einfach“, sagte Christel Schwerin. Die Gemeindepädagogin, die vor kurzem wegen Krankheit an den letzten Vorbereitungen nicht teilnehmen konnte, den Ablauf aber theoretisch mit vorbereitet hatte, freute sich, dieses Mal in die zweite Reihe treten zu können: „Unsere Ältesten werden das schon machen. Die meisten kennen das ja schon aus den Vorjahren. Und das Konzept, spielerische Elemente, um den vielen Kindern gerecht zu werden, mit informativen Geschichten zu paaren, hat sich bewährt.“

Am Ende der Veranstaltung konnte sich am Mitbring-Buffet gestärkt werden. Außerdem wurde der Thinkingday-Penny gesammelt. Jeder Gast wurde gebeten, fünf Cent pro Lebensjahr für weltweite Projekte der Pfadfinderbewegung zu spenden. „Unsere Pfadfinder nehmen auch einer Postkartenaktion teil. Ein Gemeinschaftsprojekt, das vom Ring der deutschen Pfadfinder ins Leben gerufen wurde. Die Kinder und Jugendlichen bekommen Adressen, schreiben anderen Pfadfindern im deutschsprachigen Raum und freuen sich dann, wenn sie Antwort auf ihre Post bekommen“, sagte Christel Schwerin.

Derzeit gehören der Pfadfindergruppe 29 Mädchen und Jungen im Alter bis zu 18 Jahren aus Mieste und Umgebung an. „Wir haben sehr viel Pfadfindernachwuchs bekommen. Der größte Teil gehört den Klassen vier bis sieben an“, so die Gemeindepädagogin.

Von Renate Heinze

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