Letzte Camp-Teilnehmer verlassen Wiese bei Potzehne / Keine Schäden im Bad

In alle Himmelsrichtungen

Die letzten Camp-Teilnehmer packten am gestrigen frühen Nachmittag auf der Wiese zwischen Potzehne und Parleib ihre Siebensachen und fuhren anschließend in alle Himmelsrichtungen davon.
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Die letzten Camp-Teilnehmer packten am gestrigen frühen Nachmittag auf der Wiese zwischen Potzehne und Parleib ihre Siebensachen und fuhren anschließend in alle Himmelsrichtungen davon.
  • Stefan Schmidt
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Potzehne. Die letzten Bewohner zogen erst allmählich ab. Am gestrigen Nachmittag, zwei Tage nach dem „Aktionstag“ der Militärgegner am und auf dem Truppenübungsplatz Altmark, waren noch mehrere Fahrzeuge auf der Wiese zwischen Potzehne und Parleib vor Ort.

Gemächlich packten die letzten verbliebenen „War starts here“-Camper ihre Siebensachen und fuhren mit ihren teils grellbunten Fahrzeugen anschließend in alle Himmelsrichtungen.

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Durchbrechen wird bereits geübt

Derweil atmet man in Potzehne auf. Nur wenige hundert Meter vom Camp entfernt gab es während der vergangenen Woche im Freibad keinerlei Beschädigungen. Das war vor einem Jahr anders: Mehrfach kletterten Militärgegner damals über die Umzäunung und „enterten“ nach Sonnenuntergang das Freibad, wobei es zu Beschädigungen gekommen war. Diesmal war den Demonstranten das Wetter möglicherweise zu kalt: Bei einer Wassertemperatur von nur noch knapp 19 Grad und nächtlichen Außentemperaturen im einstelligen Bereich mag den Militärgegnern nicht wirklich nach einer Abkühlung zumute gewesen ein. Ein paar Camp-Teilnehmer zahlten während der vergangenen Tage brav Eintritt und erfrischten sich tagsüber im Freibad. Aber Schäden gab es nicht.

Ebenso wie in und um Potzehne. Im Vorjahr besprühten Camp-Teilnehmer noch Straßen und Schilder mit rosafarbene Parolen und Pfeilen, die zum Camp wiesen. Diesmal gab es solche Aktionen nicht – einige der Pfeile waren ohnehin noch aus dem Vorjahr gut zu lesen.

Der Brandanschlag vom Wochenende auf dem GÜZ-Gelände mit einem Schaden von fast 500 000 Euro taucht in der Bilanz der Militärgegner übrigens nicht auf. Auch kein Wort des Bedauerns. Stattdessen wird auf der eigenen Internetseite von einem „erfolgreichen Aktionstag“ gesprochen.

Von Stefan Schmidt

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