„Das Problem ist der Alkohol“

Letzlingen sagt Weihnachtsmarkt ab

So dicht gedrängt wie im Vorjahr hätte es beim diesjährigen Letzlinger Weihnachtsmarkt nicht zugehen können. Nun hat der Ortschaftsrat das Fest abgesagt.
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So dicht gedrängt wie im Vorjahr hätte es beim diesjährigen Letzlinger Weihnachtsmarkt nicht zugehen können. Nun hat der Ortschaftsrat das Fest abgesagt.

Letzlingen – In diesem Jahr wird es keinen Weihnachtsmarkt in Letzlingen geben. Das hat der Ortschaftsrat bei einer Enthaltung – Kay Grieger – während seiner Zusammenkunft am Dienstagabend im Sportlerheim entschieden.

Die mutmaßlichen Auflagen wegen der Corona-Einschränkungen, darin waren sich die Ratsmitglieder einig, seien zu hoch.

So müsste der Weihnachtsmarkt vom Schlosshof auf die Schlosswiese verlegt werden. Dazu müsste das Gelände komplett eingezäunt werden. Es gäbe nur einen Eingang. Die Zahl der Anwesenden müsste begrenzt werden. Ist die Obergrenze erreicht, dürfe man nur dann hinein, wenn jemand das Areal verlässt. Beim Anstehen vor den Ständen müsste Mund- und Nasenschutz getragen werden. Gruppen dürfen maximal zehn Personen umfassen.

„Wer will das kontrollieren?“, fragte Thomas Genz. Das Konzept sei „nicht umsetzbar“, ist er sich sicher. Vor allem dann nicht, wenn Alkohol im Spiel sei. „Nach drei Glühweinen“, so befürchtet er, würde sich niemand mehr an Abstandsregelungen halten und gäbe es auch Ärger, wenn das Aufsichtspersonal – in Letzlingen wäre das möglicherweise die Feuerwehr – einschreiten würde. „Das typische vorweihnachtliche Erlebnis ist dann weg“, sprach sich auch Andreas Staeck für eine Absage aus. Und Ortsbürgermeisterin Regina Lessing sieht den Knackpunkt vor allem beim Ausschank: „Das Problem ist der Alkohol.“ Ihr Fazit: „Das Risiko ist schlichtweg zu hoch.“ VON STEFAN SCHMIDT

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